Rechtssatz RS0033848
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0033848
Entscheidungsdatum
01.10.2015
Rechtssatz
Es ist unzulässig, Verträge mit Hilfe des Bereicherungsrechtes zu korrigieren. Wer ein ungünstiges Geschäft abgeschlossen hat, kann seinen Nachteil nicht durch das Bereicherungsrecht ausgleichen.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 574/92
Entscheidungstext OGH 09.07.1992 7 Ob 574/92
Veröff: SZ 65/105 = RdW 1993,39
- 9 Ob 395/97x
Entscheidungstext OGH 11.02.1998 9 Ob 395/97x
- 3 Ob 217/97a
Entscheidungstext OGH 14.01.1998 3 Ob 217/97a
- 6 Ob 304/99w
Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 304/99w
Beisatz: Verträge können nicht mit Hilfe des Bereicherungsrechts korrigiert werden. Was auf Grund einer Vereinbarung geleistet wurde, kann nicht nach § 1431 ABGB zurückverlangt werden, wenn nicht diese Vereinbarung wegen Irrtums (erfolgreich) angefochten wird. (T1)
- 7 Ob 95/01y
Entscheidungstext OGH 17.05.2001 7 Ob 95/01y
- 8 Ob 147/08p
Entscheidungstext OGH 23.04.2009 8 Ob 147/08p
Vgl auch; Beisatz: Das Bereicherungsrecht hat nur die Aufgabe, ungerechtfertigte (also rechtsgrundlose) Vermögensverschiebungen rückgängig zu machen. Es darf kein rechtfertigendes Schuldverhältnis (Vertrag) vorliegen. Was aufgrund eines Vertrags (hier: Teilzeitnutzungsvertrag) geleistet wurde, kann hingegen nicht nach § 1431 ABGB zurückverlangt werden, wenn nicht insoweit der Vertrag beseitigt wird. (T2)
- 10 Ob 58/15z
Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 Ob 58/15z
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0033848
Zuletzt aktualisiert am
01.12.2015
Dokumentnummer
JJR_19920709_OGH0002_0070OB00574_9200000_001