Rechtssatz RS0036827
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0036827
Entscheidungsdatum
22.06.2023
Rechtssatz
Bei der Beurteilung, ob die mögliche Aufklärung durch auffallende Sorglosigkeit unterblieben ist, darf kein strengerer Maßstab angelegt werden als bei der Versäumung der Frist selbst.
Entscheidungstexte
- 9 ObA 1028/92
Entscheidungstext OGH 16.09.1992 9 ObA 1028/92
- 10 ObS 64/93
Entscheidungstext OGH 15.04.1993 10 ObS 64/93
Veröff: SZ 66/51
- 2 Ob 366/97f
Entscheidungstext OGH 20.01.1998 2 Ob 366/97f
Beisatz: Seit der Änderung des § 146 Abs 1 ZPO durch Art IV Z 24 ZVN 1993 wird die Frist des § 148 Abs 2 ZPO nur dann in Lauf gesetzt, wenn die mögliche Aufklärung durch auffallende Sorglosigkeit unterblieben ist. (T1)
- 9 ObA 9/00i
Entscheidungstext OGH 26.04.2000 9 ObA 9/00i
- 3 Ob 60/13i
Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 60/13i
- 1 Ob 213/17f
Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 213/17f
Beisatz: Hier: Von einem Anwalt wird jedwede eigene Überprüfung der Rechtzeitigkeit bei der Verfassung eines Rechtsmittels unterlassen und der von der Kanzleikraft gesetzte Eingangsvermerk nicht kontrolliert - auffallende Sorglosigkeit (mwN). Verspäteter Wiedereinsetzungsantrag. (T2)
- 10 ObS 37/23y
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.06.2023 10 ObS 37/23y
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0036827
Zuletzt aktualisiert am
28.08.2023
Dokumentnummer
JJR_19920916_OGH0002_009OBA01028_9200000_001