Rechtssatz RS0040220
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0040220
Geschäftszahl
7Ob98/72; 7Ob195/73; 7Ob213/75; 7Ob36/76; 7Ob33/80; 7Ob39/80; 7Ob53/80; 7Ob61/80; 7Ob34/82
Entscheidungsdatum
24.06.1982
Norm
AKHB Art8 Abs1 Z1
ZPO §268 IIID4b
Rechtssatz
Aus der rechtskräftigen Verurteilung des Versicherungsnehmers nach § 523 StG in Beziehung auf §§ 335, 337 lit b und c StG ergibt sich gemäß § 268 ZPO für den Zivilrichter bindend die objektive Verletzung der Obliegenheit nach Art 8 Abs 1 Z 1 AKHB. Daß diese Obliegenheitsverletzung weder vorsätzlich noch (grobfahrlässig) fahrlässig begangen wurde, hat der Versicherungsnehmer zu beweisen. Die rechtskräftige strafgerichtliche Verurteilung des Versicherungsnehmers nach § 523 StG in Beziehung auf §§ 335, 337 lit b und c StG hindert den Zivilrichter nicht, die Schuldform dieser Obliegenheitsverletzung (Vorsatz, grobe oder leichte Fahrlässigkeit) selbständig zu prüfen.Aus der rechtskräftigen Verurteilung des Versicherungsnehmers nach Paragraph 523, StG in Beziehung auf Paragraphen 335, 337, Litera b und c StG ergibt sich gemäß Paragraph 268, ZPO für den Zivilrichter bindend die objektive Verletzung der Obliegenheit nach Artikel 8, Absatz eins, Ziffer eins, AKHB. Daß diese Obliegenheitsverletzung weder vorsätzlich noch (grobfahrlässig) fahrlässig begangen wurde, hat der Versicherungsnehmer zu beweisen. Die rechtskräftige strafgerichtliche Verurteilung des Versicherungsnehmers nach Paragraph 523, StG in Beziehung auf Paragraphen 335, 337, Litera b und c StG hindert den Zivilrichter nicht, die Schuldform dieser Obliegenheitsverletzung (Vorsatz, grobe oder leichte Fahrlässigkeit) selbständig zu prüfen.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 98/72
Entscheidungstext OGH 26.04.1972 7 Ob 98/72
Veröff: SZ 45/53 = VersR 1972,1155 = JBl 1972,618 = ZVR 1973/220 S 387
- 7 Ob 195/73
Entscheidungstext OGH 17.10.1973 7 Ob 195/73
Vgl auch; Beisatz: Hier: Verurteilung wegen §§ 335, 337 lit b und c StG. (T1) Veröff: EvBl 1974/210 S 462 = VersR 1974,871 = SZ 46/106
- 7 Ob 213/75
Entscheidungstext OGH 06.11.1975 7 Ob 213/75
nur: Aus der rechtskräftigen Verurteilung des Versicherungsnehmers nach § 523 StG in Beziehung auf §§ 335, 337 lit b und c StG ergibt sich gemäß § 268 ZPO für den Zivilrichter bindend die objektive Verletzung der Obliegenheit nach Art 8 Abs 1 Z 1 AKHB. Daß diese Obliegenheitsverletzung weder vorsätzlich noch (grobfahrlässig) fahrlässig begangen wurde, hat der Versicherungsnehmer zu beweisen. (T2) Veröff: VersR 1977,167 = ZVR 1976/329 S 350
- 7 Ob 36/76
Entscheidungstext OGH 10.06.1976 7 Ob 36/76
nur T2
- 7 Ob 33/80
Entscheidungstext OGH 29.05.1980 7 Ob 33/80
nur T2
- 7 Ob 39/80
Entscheidungstext OGH 09.10.1980 7 Ob 39/80
nur T2; Beisatz: Allfällige Zweifel gehen zu seinen Lasten. (T3) Veröff: ZVR 1981/174 S 219
- 7 Ob 53/80
Entscheidungstext OGH 23.10.1980 7 Ob 53/80
nur T2; Veröff: ZVR 1981/99 S 267
- 7 Ob 61/80
Entscheidungstext OGH 06.11.1980 7 Ob 61/80
Auch; nur: Die rechtskräftige strafgerichtliche Verurteilung des Versicherungsnehmers nach § 523 StG in Beziehung auf §§ 335, 337 lit b und c StG hindert den Zivilrichter nicht, die Schuldform dieser Obliegenheitsverletzung (Vorsatz, grobe oder leichte Fahrlässigkeit) selbständig zu prüfen. (T4) Veröff: SZ 53/145
- 7 Ob 34/82
Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 34/82
Auch; nur: Aus der rechtskräftigen Verurteilung des Versicherungsnehmers nach § 523 StG in Beziehung auf §§ 335, 337 lit b und c StG ergibt sich gemäß § 268 ZPO für den Zivilrichter bindend die objektive Verletzung der Obliegenheit nach Art 8 Abs 1 Z 1 AKHB. (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0040220
Dokumentnummer
JJR_19720426_OGH0002_0070OB00098_7200000_002