Rechtssatz RS0042096
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0042096
Entscheidungsdatum
29.06.2004
Rechtssatz
Wenn das Berufungsgericht vom Erstgericht nicht getroffene Feststellungen für entscheidungswesentlich hält, so darf es sich mit einer Verlesung der erstinstanzlichen Protokolle über unmittelbare Beweisaufnahmen nur dann zufrieden geben, wenn es die Parteien darauf aufmerksam gemacht hat, daß der vom Erstgericht nicht verwendete Inhalt der Beweisaufnahmeprotokolle als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden könnte.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 546/92
Entscheidungstext OGH 02.04.1992 7 Ob 546/92
Veröff: RZ 1993/91 S 260
- 5 Ob 572/93
Entscheidungstext OGH 21.12.1993 5 Ob 572/93
Beisatz: Wird diese Bekanntgabe unterlassen, dann begründet die dennoch durchgeführte mittelbare Beweisaufnahme im Sinne des § 281 a ZPO eine erhebliche Verletzung des Verfahrensrechtes, sofern das vom Erstgericht unmittelbar verwertete Beweismittel auch dem Berufungsgericht zur Verfügung gestanden wäre. (T1)
- 1 Ob 241/99v
Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 241/99v
Vgl auch; Beis wie T1
- 8 ObA 30/02y
Entscheidungstext OGH 21.02.2002 8 ObA 30/02y
Auch
- 3 Ob 235/01g
Entscheidungstext OGH 29.01.2003 3 Ob 235/01g
Vgl auch; Beisatz: Bei Beweisergänzungen kommt §281a ZPO (ohne die Beschränkung des §488 Abs4 ZPO) zur Anwendung. (T2)
- 3 Ob 68/04b
Entscheidungstext OGH 29.06.2004 3 Ob 68/04b
Abweichend; Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0042096
Dokumentnummer
JJR_19920402_OGH0002_0070OB00546_9200000_002