Rechtssatz RS0042142
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0042142
Geschäftszahl
4Ob115/76 (4Ob116/76); 4Ob33/78 (4Ob34/78); 4Ob25/79 (4Ob26/79); 4Ob95/82 (4Ob96/82); 4Ob20/82 (4Ob21/82); 7Ob641/84; 1Ob542/90; 3Ob149/01k; 6Ob238/07d; 5Ob173/10t; 5Ob175/10m; 5Ob174/10i; 2Ob122/11x; 9ObA1/18i; 4Ob9/18d; 10ObS117/20h; 4Ob172/22f; 3Ob71/26a
Entscheidungsdatum
23.06.2026
Rechtssatz
Der Berufungsantrag zur Abgrenzung des Anfechtungsumfanges bedarf keiner besonderen Formulierung; es genügt, wenn der Zusammenhang der Berufungsschrift verlässlich erkennen lässt, was der Berufungswerber erreichen will. Berufungsgründe und Berufungsantrag stehen in einem logischen Zusammenhang (Fasching ZP IV 170), sodass bei der Beurteilung des Umfanges der Anfechtung auch die Berufungsgründe zu berücksichtigen sind. Ein Vergreifen im Ausdruck bei der Formulierung des Berufungsantrages schadet nicht.Der Berufungsantrag zur Abgrenzung des Anfechtungsumfanges bedarf keiner besonderen Formulierung; es genügt, wenn der Zusammenhang der Berufungsschrift verlässlich erkennen lässt, was der Berufungswerber erreichen will. Berufungsgründe und Berufungsantrag stehen in einem logischen Zusammenhang (Fasching ZP römisch vier 170), sodass bei der Beurteilung des Umfanges der Anfechtung auch die Berufungsgründe zu berücksichtigen sind. Ein Vergreifen im Ausdruck bei der Formulierung des Berufungsantrages schadet nicht.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 115/76
Entscheidungstext OGH 09.11.1976 4 Ob 115/76
- 4 Ob 33/78
Entscheidungstext OGH 20.07.1978 4 Ob 33/78
- 4 Ob 25/79
Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 25/79
- 4 Ob 95/82
Entscheidungstext OGH 14.09.1982 4 Ob 95/82
- 4 Ob 20/82
Entscheidungstext OGH 12.04.1983 4 Ob 20/82
Ähnlich; Veröff: MietSlg 35/11
- 7 Ob 641/84
Entscheidungstext OGH 21.02.1985 7 Ob 641/84
Auch
- 1 Ob 542/90
Entscheidungstext OGH 20.06.1990 1 Ob 542/90
Vgl auch
- 3 Ob 149/01k
Entscheidungstext OGH 24.10.2001 3 Ob 149/01k
Vgl auch
- 6 Ob 238/07d
Entscheidungstext OGH 07.11.2007 6 Ob 238/07d
Vgl auch; Beisatz: Das Berufungsgericht hat den Berufungsantrag und die geltend gemachten Rechtsmittelgründe zu beachten. (T1)
- 5 Ob 173/10t
Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 173/10t
Vgl; Bem: Hier: Revisionsrekurs im wohnrechtlichen Außerstreitverfahren. (T2); Veröff: SZ 2010/136
- 5 Ob 175/10m
Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 175/10m
Vgl; Bem wie T2
- 5 Ob 174/10i
Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 174/10i
Vgl; Bem wie T2
- 2 Ob 122/11x
Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 122/11x
Vgl; Beisatz: Für die Bestimmbarkeit des Berufungsantrags ist der gesamte Berufungsschriftsatz maßgeblich. Stellt sich etwa heraus, dass der vorhandene Berufungsantrag auf einem offenbaren und unbeabsichtigten Fehler der Partei beruht und ergibt sich der richtige Berufungsantrag eindeutig aus dem Inhalt der Berufungsschrift, ist die Berufung nicht deshalb zurückzuweisen. (T3)
- 9 ObA 1/18i
Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 1/18i
- 4 Ob 9/18d
Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 9/18d
- 10 ObS 117/20h
Entscheidungstext OGH 13.10.2020 10 ObS 117/20h
- 4 Ob 172/22f
Entscheidungstext OGH 18.10.2022 4 Ob 172/22f
Vgl; Beisatz: Hier: Anfechtungserklärung und der Berufungsantrag erfassten sowohl das Zahlungs- als auch das Feststellungsbegehren. Da die Klägerin in ihren Berufungsgründen Mängel zum Grund des Schadenersatzanspruchs geltend machte, bekämpfte sie damit klar erkennbar auch das Feststellungsbegehren, selbst wenn es in den Berufungsgründen nicht ausdrücklich separat angesprochen wurde. (mwN). (T4)
- 3 Ob 71/26a
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.06.2026 3 Ob 71/26a
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0042142
Zuletzt aktualisiert am
30.09.2026
Dokumentnummer
JJR_19761109_OGH0002_0040OB00115_7600000_002