Rechtssatz RS0043485
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0043485
Entscheidungsdatum
28.03.2019
Rechtssatz
Die Rechtsrüge, mit der die Auslegung einer letztwilligen Verfügung durch die Vorinstanzen bekämpft wird, kann - wenn außer der Urkunde keine Beweise für den Willen des Erblassers vorliegen - nur Erfolg haben, wenn die Auslegung durch die Vorinstanzen mit den Sprachregeln unvereinbar oder unlogisch ist, oder wenn gesetzliche Auslegungsregeln vernachlässigt wurden (so schon SZ 25/85; SZ 26/49; 8 Ob 124/70 EvBl 1971/34 S 69; 7 Ob 129/70; 3 Ob 92/71 - 3 Ob 94/71, 3 Ob 110/71 - 3 Ob 112/71). Wenn aber eine nach diesen Kriterien unbedenkliche Urkundenauslegung nur durch eine andere ebenfalls mögliche Auslegung ersetzt werden soll, kann von einer Fehlbeurteilung durch die Vorinstanzen nicht gesprochen werden (so schon 5 Ob 129/65; 7 Ob 129/70).
Entscheidungstexte
- 1 Ob 70/72
Entscheidungstext OGH 04.05.1972 1 Ob 70/72
Veröff: NZ 1973,187 = ZfRV 1973 H2,139
- 1 Ob 14/73
Entscheidungstext OGH 21.03.1973 1 Ob 14/73
- 5 Ob 618/76
Entscheidungstext OGH 22.06.1976 5 Ob 618/76
nur: Die Rechtsrüge, mit der die Auslegung einer letztwilligen Verfügung durch die Vorinstanzen bekämpft wird, kann - wenn außer der Urkunde keine Beweise für den Willen des Erblassers vorliegen - nur Erfolg haben, wenn die Auslegung durch die Vorinstanzen mit den Sprachregeln unvereinbar oder unlogisch ist, oder wenn gesetzliche Auslegungsregeln vernachlässigt wurden. (T1)
- 1 Ob 583/77
Entscheidungstext OGH 07.06.1977 1 Ob 583/77
nur T1
- 1 Ob 728/78
Entscheidungstext OGH 08.11.1978 1 Ob 728/78
nur T1
- 7 Ob 608/79
Entscheidungstext OGH 19.04.1979 7 Ob 608/79
nur T1
- 5 Ob 714/80
Entscheidungstext OGH 16.12.1980 5 Ob 714/80
- 1 Ob 532/82
Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 532/82
nur T1
- 5 Ob 655/83
Entscheidungstext OGH 06.12.1983 5 Ob 655/83
Veröff: NZ 1984,130
- 8 Ob 2130/96k
Entscheidungstext OGH 17.10.1996 8 Ob 2130/96k
nur T1
- 1 Ob 161/98b
Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 161/98b
- 7 Ob 189/99s
Entscheidungstext OGH 01.09.1999 7 Ob 189/99s
Vgl auch
- 1 Ob 139/00y
Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 139/00y
nur: Wenn aber eine nach diesen Kriterien unbedenkliche Urkundenauslegung nur durch eine andere ebenfalls mögliche Auslegung ersetzt werden soll, kann von einer Fehlbeurteilung durch die Vorinstanzen nicht gesprochen werden. (T2)
- 4 Ob 152/01h
Entscheidungstext OGH 10.07.2001 4 Ob 152/01h
Beisatz: Hier Vertragsauslegung. (T3)
- 2 Ob 190/08t
Entscheidungstext OGH 05.03.2009 2 Ob 190/08t
Vgl
- 7 Ob 244/13b
Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 244/13b
Auch; Beisatz: Die Auslegung einer letztwilligen Verfügung hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Ihr kommt regelmäßig keine erhebliche Bedeutung im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO zu. Das gilt auch für die Frage, ob auch eine andere Auslegung vertretbar wäre. (T4)
- 2 Ob 151/18x
Entscheidungstext OGH 24.09.2018 2 Ob 151/18x
Auch; Beis wie T4
- 2 Ob 165/18f
Entscheidungstext OGH 30.10.2018 2 Ob 165/18f
nur T1
- 2 Ob 6/19z
Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 6/19z
Auch; Beisatz: Die Auslegung einer letztwilligen Verfügung hängt von den Umständen des Einzelfalls ab, sodass sie – soweit sie dem Bereich der rechtlichen Beurteilung zuzuordnen ist – regelmäßig nur dann eine Rechtsfrage erheblicher Bedeutung begründet, wenn sie mit den Sprachregeln unvereinbar oder unlogisch ist oder wenn gesetzliche Auslegungsregeln vernachlässigt wurden. (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0043485
Zuletzt aktualisiert am
06.05.2019
Dokumentnummer
JJR_19720504_OGH0002_0010OB00070_7200000_002