Rechtssatz RS0046329
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0046329
Entscheidungsdatum
14.04.2026
Rechtssatz
Anwendung des § 31 JN im Konkursverfahren.Anwendung des Paragraph 31, JN im Konkursverfahren.
Entscheidungstexte
- 5 Nd 82/66
Entscheidungstext OGH 18.10.1967 5 Nd 82/66
Veröff: EvBl 1968/144 S 244
- 5 Nd 31/71
Entscheidungstext OGH 03.06.1971 5 Nd 31/71
- 8 Nd 1/89
Entscheidungstext OGH 02.08.1989 8 Nd 1/89
Beisatz: In Konkurssachen kommt dem Widerspruch des Antragsgegners im Hinblick auf die bei der Verfahrensabwicklung vorrangig zu wahrenden Interessen der Gläubiger grundsätzlich nur beschränkte Bedeutung zu. (T1)
- 8 Nd 1/90
Entscheidungstext OGH 19.04.1990 8 Nd 1/90
Beisatz: Gründe der Zweckmäßigkeit liegen insbesondere dann vor, wenn zu dem anderen Gericht die offenbar engste Beziehung besteht und die Delegierung zu einer wesentlichen Verkürzung des Verfahrens, der Erleichterung des Gerichtszuganges oder der Amtstätigkeit oder zu einer wesentlichen Verbilligung des Verfahrens beitragen kann. (T2)
- 8 Nd 1/92
Entscheidungstext OGH 15.10.1992 8 Nd 1/92
Beis wie T1; Beis wie T2
- 8 Nd 1/94
Entscheidungstext OGH 05.07.1994 8 Nd 1/94
- 8 Nd 1/97
Entscheidungstext OGH 06.11.1997 8 Nd 1/97
Beis wie T2; Beisatz: Hier: Die beantragte Delegierung an das Landesgericht Linz ist unzweckmäßig; dass sich der Wohnsitz des Geschäftsführers, sowie der Sitz einiger Gläubiger in Linz befinden und von dort Geschäftsunterlagen beigeschafft werden müssen, tritt gegenüber den Nachteilen, wie der Verzögerung des Verfahrens und der Notwendigkeit der Neubestellung des Masseverwalters, völlig in den Hintergrund, zumal nur wenige geringwertige Fahrnisse noch zu verwerten sind. (T3)
- 8 Nd 1/00
Entscheidungstext OGH 14.01.2000 8 Nd 1/00
- 8 Nd 1/02
Entscheidungstext OGH 21.08.2002 8 Nd 1/02
Beisatz: Die Zweckmäßigkeit der Führung des Verfahrens vor einem anderen Gericht ist nicht gegeben, wenn das Verfahren bereits weit fortgeschritten ist, sodass die Befassung eines anderen Gerichts zwangsläufig zu einer Verfahrensverzögerung führt. (T4); Beisatz: Hier: Gegenstand des vom Erstgericht fortgeführten Konkursverfahrens sind lediglich laufende Einkünfte des Gemeinschuldners, deren Verwaltung eine Delegierung nicht erforderlich machen kann. (T5)
- 8 Nc 69/04w
Entscheidungstext OGH 22.12.2004 8 Nc 69/04w
Beis wie T2
- 8 Nc 54/05s
Entscheidungstext OGH 03.10.2005 8 Nc 54/05s
Beis wie T2; Beis wie T4
- 9 Nc 26/05f
Entscheidungstext OGH 27.10.2005 9 Nc 26/05f
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Der Anwendungsbereich des § 31 JN ist nicht auf das streitige Verfahren beschränkt ist, sondern kommt auch im Exekutions- und im Insolvenzverfahren in Betracht. (T6)
- 3 Nc 78/08p
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Nc 78/08p
Ähnlich; Beisatz: Parteienanträge auf Delegierung können auch im Exekutionsverfahren gestellt werden. (T7)
- 8 Nc 31/09i
Entscheidungstext OGH 02.12.2009 8 Nc 31/09i
Beis wie T2; Beisatz: Hier: Zweckmäßigkeit der Delegierung verneint. (T8)
- 8 Nc 35/09b
Entscheidungstext OGH 02.12.2009 8 Nc 35/09b
Beis wie T2; Beisatz: Aus Gründen der Zweckmäßigkeit kann gemäß § 31 Abs 1 JN iVm § 171 KO auch eine Konkurssache an ein anderes als das zuständige Gericht überwiesen werden. (T9)
- 8 Nc 3/11z
Entscheidungstext OGH 28.02.2011 8 Nc 3/11z
Beis wie T9; Beisatz: Nunmehr § 252 IO. (T10); Beisatz: Wenn alle (bisher) am Verfahren Beteiligten eine Delegierung aus Zweckmäßigkeitsgründen beantragen, kann bei der nach § 31 JN zu treffenden Ermessensentscheidung kein allzu strenger Maßstab angelegt werden. (T11)
- 8 Nc 45/14f
Entscheidungstext OGH 24.07.2014 8 Nc 45/14f
Auch
- 8 Nc 59/22a
Entscheidungstext OGH 27.10.2022 8 Nc 59/22a
Beis wie T2
- 8 Nc 22/23m
Entscheidungstext OGH 29.03.2023 8 Nc 22/23m
- 8 Nc 53/22v
Entscheidungstext OGH 06.10.2022 8 Nc 53/22v
- 3 Nc 17/26v
Entscheidungstext OGH 14.04.2026 3 Nc 17/26v
vgl; Beisatz wie T7
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0046329
Zuletzt aktualisiert am
21.09.2026
Dokumentnummer
JJR_19671018_OGH0002_0050ND00082_6600000_001