Rechtssatz RS0050620
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0050620
Entscheidungsdatum
24.10.2024
Rechtssatz
Charakteristisch für die Überlassung ist, dass die Arbeitskraft ihre Arbeitsleistung nicht im Betrieb ihres Arbeitgebers (Überlassers), sondern in Unterordnung unter deren Weisungsbefugnis in den Betrieben des Beschäftiger erbringt. Während die arbeitsrechtlichen Beziehungen zwischen der Arbeitskraft und dem Überlasser im Arbeitsvertrag geregelt sind, beruht die schuldrechtliche Verbindung zwischen Überlasser und Beschäftiger auf dem Überlassungsvertrag (Dienstverschaffungsvertrag); eine vertragliche Regelung zwischen dem Beschäftiger und der Arbeitskraft besteht im Allgemeinen nicht. Ausgehend von der Arbeitgeberrolle des Überlassers trifft diesen auch die Pflicht zur Entgeltzahlung.
Entscheidungstexte
- 9 ObA 602/90
Entscheidungstext OGH 10.10.1990 9 ObA 602/90
Veröff: SZ 63/173 = Arb 10896 = ZAS 1991,204 (Andexlinger)
- 4 Ob 138/91
Entscheidungstext OGH 16.06.1992 4 Ob 138/91
Beisatz: Hier: Arbeitskräfteüberlassung vor AÜG. (T1)
- 7 Ob 304/02k
Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 304/02k
- 9 ObA 125/07h
Entscheidungstext OGH 19.12.2007 9 ObA 125/07h
nur: Während die arbeitsrechtlichen Beziehungen zwischen der Arbeitskraft und dem Überlasser im Arbeitsvertrag geregelt sind, beruht die schuldrechtliche Verbindung zwischen Überlasser und Beschäftiger auf dem Überlassungsvertrag (Dienstverschaffungsvertrag); eine vertragliche Regelung zwischen dem Beschäftiger und der Arbeitskraft besteht im Allgemeinen nicht. (T2)
Beisatz: Im Fall der Arbeitskräfteüberlassung hat der Arbeitnehmer grundsätzlich sämtliche Entgeltansprüche an den Überlasser zu richten. (T3)
Veröff: SZ 2007/211
- 9 ObA 2/08x
Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 2/08x
Auch; nur T2; Beisatz: Im Falle der Arbeitskräfteüberlassung besteht im Allgemeinen eine vertragliche Regelung zwischen dem Beschäftiger und der Arbeitskraft nicht. Dennoch kann im Ausnahmefall ein Vertragsverhältnis zwischen Beschäftiger und Arbeitskraft zustande kommen. (T4)
- 2 Ob 261/07g
Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 261/07g
Veröff: SZ 2008/137
- 9 ObA 64/10t
Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 ObA 64/10t
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zuweisung an einen Beschäftiger im Rahmen einer Ausgliederung. (T5)
Beisatz: Im Einzelfall und in engen Grenzen können auch zwischen dem zugewiesenen Dienstnehmer und dem Beschäftiger privatrechtliche Nebenabreden wirksam begründet werden. (T6)
- 9 ObA 55/11w
Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 ObA 55/11w
Vgl auch; Beis wie T3
- 9 ObA 38/11w
Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 38/11w
Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Hier: § 9 BB-SozPG. (T7)
- 8 ObA 54/11s
Entscheidungstext OGH 30.08.2011 8 ObA 54/11s
Veröff: SZ 2011/110
- 9 ObA 76/10g
Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 ObA 76/10g
Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Zuweisung eines Landesbediensteten zur Dienstleistung bei der Steiermärkischen Krankenanstalten GmbH. (T8)
- 4 Ob 16/14b
Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 16/14b
Vgl auch
- 8 ObA 13/18x
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 ObA 13/18x
Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
- 7 Ob 198/21z
Entscheidungstext OGH 25.05.2022 7 Ob 198/21z
Vgl
- 8 ObA 57/23z
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.10.2024 8 ObA 57/23z
nur T3
Beisatz: Hier: Nach dem Sbg Gem-VBG einer ausgegliederten Krankenanstalt dienstzugewiesene Gemeinde-Vertragsbedienstete (T9)
Schlagworte
Arbeitsverschaffungsvertrag
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0050620
Zuletzt aktualisiert am
19.12.2024
Dokumentnummer
JJR_19901010_OGH0002_009OBA00602_9000000_001