Rechtssatz RS0070465
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0070465
Entscheidungsdatum
30.05.2007
Rechtssatz
Die Entscheidung im Verfahren nach § 37 MRG muß präjudiziell sein, also bindend eine Vorfrage lösen, damit der Rechtsstreit gemäß § 41 MRG unterbrochen werden kann.Die Entscheidung im Verfahren nach Paragraph 37, MRG muß präjudiziell sein, also bindend eine Vorfrage lösen, damit der Rechtsstreit gemäß Paragraph 41, MRG unterbrochen werden kann.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 552/82
Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 552/82
- 3 Ob 508/84
Entscheidungstext OGH 15.02.1984 3 Ob 508/84
Auch; Beisatz: Hier: Frage, ob ein Untermietvertrag geschlossen wurde. (T1)
- 4 Ob 1538/89
Entscheidungstext OGH 17.10.1989 4 Ob 1538/89
- 5 Ob 2002/96i
Entscheidungstext OGH 14.05.1996 5 Ob 2002/96i
Vgl auch; Beisatz: Die einschlägige Bestimmung des § 41 MRG gilt nur für Zivilprozesse, während der mit Angelegenheiten nach § 37 Abs 1 MRG befaßte Außerstreitrichter die ein anderes außerstreitiges Verfahren nach § 37 Abs 1 MRG berührenden Vorfragen durchaus selbst zu lösen befugt ist (arg. "kann" § 37 Abs 3 Z 14 MRG). (T2)
- 7 Ob 2130/96b
Entscheidungstext OGH 15.05.1996 7 Ob 2130/96b
- 4 Ob 295/97d
Entscheidungstext OGH 07.10.1997 4 Ob 295/97d
Auch
- 9 Ob 136/01t
Entscheidungstext OGH 11.07.2001 9 Ob 136/01t
- 7 Ob 70/07f
Entscheidungstext OGH 30.05.2007 7 Ob 70/07f
Vgl aber; Beisatz: Mangels besonderer Bestimmung über die Unterbrechung im MRG (§ 41 MRG nF regelt nur die Aufhebung der Unterbrechung eines Kündigungs- oder Räumungsverfahrens) kann die Unterbrechung nunmehr allgemein nach § 190 ZPO erfolgen. Dies bedeutet, dass der Streitrichter die Vorfrage, ob ein Verfahren nach §§ 18 ff MRG eingeleitet werden kann, selbst entscheiden muss, wenn er nicht - nur bei Vorliegen der Voraussetzungen - das streitige Verfahren nach § 190 ZPO unterbrechen kann. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0070465
Dokumentnummer
JJR_19821021_OGH0002_0070OB00552_8200000_002