Rechtssatz RS0077932
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0077932
Entscheidungsdatum
01.10.1996
Rechtssatz
Verstößt die Wertreklame nicht gegen ein besonderes gesetzliches Verbot, ist sie daher anhand der guten Sitten zu beurteilen. Kommt es vor allem darauf an, ob die sachfremden Einflüsse auf den Kaufentschluß des Umworbenen so schwer wiegen, daß die Werbung mit Vergünstigungen zu einem Ersatz für den Leistungswettbewerb wird; in diesem Fall ist eine Wertreklame gewöhnlich wettbewerbswidrig.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 79/89
Entscheidungstext OGH 27.06.1989 4 Ob 79/89
Veröff: ÖBl 1990,14 = MR 1989,180 (Korn)
- 4 Ob 1010/89
Entscheidungstext OGH 17.10.1989 4 Ob 1010/89
Vgl auch
- 4 Ob 32/95
Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 32/95
Vgl auch; Beisatz: Hier: Gutscheine für (Teilersatz) Ersatz von Parkstrafen. (T1)
- 4 Ob 35/95
Entscheidungstext OGH 09.05.1995 4 Ob 35/95
Veröff: SZ 68/88
- 4 Ob 51/95
Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 51/95
- 4 Ob 1096/95
Entscheidungstext OGH 21.11.1995 4 Ob 1096/95
Vgl auch; Beisatz: Hier liegt im Hinblick auf den durch die angekündigten exorbitanten "Kaufpreise" bewirkten übertriebenen Anlockeffekt der mit einem rechtlichen Kaufzwang ihrer Tageszeitung verknüpften Werbemaßnahme unter dem Gesichtspunkt des Kundenfangs der Fall einer mit den Grundsätzen des Leistungswettbewerbs nicht mehr zu vereinbarenden und daher sittenwidrigen Wertreklame vor. (T2)
- 4 Ob 2240/96g
Entscheidungstext OGH 01.10.1996 4 Ob 2240/96g
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0077932
Dokumentnummer
JJR_19890627_OGH0002_0040OB00079_8900000_003