Rechtssatz RS0082326
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0082326
Entscheidungsdatum
13.03.2018
Rechtssatz
Das in den einschlägigen Verfahrensvorschriften normierte Recht eines Verdächtigen (Beschuldigten, Angeklagten), in einem gegen ihn geführten oder ihm drohenden Strafverfahren sich überhaupt nicht oder nicht wahrheitsgemäß verantworten zu müssen, gilt auch für einen Beamten, der sich (gerichtlich oder verwaltungsbehördlich) strafbar gemacht hat; eine Tatsachenverschleierung zwecks Hintanhaltung der Bestrafung ist an sich nicht rechtswidrig.
Entscheidungstexte
- 11 Os 102/85
Entscheidungstext OGH 23.07.1985 11 Os 102/85
Veröff: EvBl 1986/51 S 182 = JBl 1985,57 = RZ 1986/44 S 142 = ZVR 1986/101 S 247
- 17 Os 8/13z
Entscheidungstext OGH 30.09.2013 17 Os 8/13z
Vgl auch; Beisatz: Die Frage, ob das Verbot des Zwangs zur Selbstbelastung („nemo-tenetur“) dem staatlichen Strafverfolgungsrecht entgegensteht und solcherart auch Täuschungsakte zur Verhinderung der eigenen Bestrafung erlaubt, stellt sich bei unrichtiger Verständigung von (bloß) angeblicher straßenverkehrsrechtlicher Beanstandung nicht. (T1)
- 17 Os 31/14h
Entscheidungstext OGH 11.08.2014 17 Os 31/14h
Ähnlich
- 11 Os 130/17b
Entscheidungstext OGH 13.03.2018 11 Os 130/17b
Vgl; Beisatz: Hier: Falsche Angaben zur Herkunft von Vermögenswerten in einer Beschuldigtenvernehmung wegen der Verdachts der Geldwäscherei (165 StGB). (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0082326
Zuletzt aktualisiert am
03.05.2018
Dokumentnummer
JJR_19850723_OGH0002_0110OS00102_8500000_001