Rechtssatz RS0082507
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0082507
Entscheidungsdatum
30.03.2000
Rechtssatz
Die Wechselbürgschaft ist zum Unterschied zur Bürgschaft bürgerlichen Rechtes nicht akzessorisch. Dies bedeutet nicht, daß die Haftung des Wechselbürgen vom Bestehen einer Hauptschuld gänzlich unabhängig ist, sondern nur, daß die Verpflichtungserklärung des Wechselbürgen auch dann gültig ist, wenn die Verbindlichkeit, für die sich der Wechselbürge verbürgt hat, aus einem anderen Grund als wegen eines Formfehlers nichtig ist.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 7/67
Entscheidungstext OGH 05.04.1967 3 Ob 7/67
Veröff: JBl 1968,202 = EvBl 1967/418 S 607 = RZ 1967,131
- 1 Ob 688/77
Entscheidungstext OGH 25.01.1978 1 Ob 688/77
Auch
- 3 Ob 656/79
Entscheidungstext OGH 26.03.1980 3 Ob 656/79
Auch
- 3 Ob 565/84
Entscheidungstext OGH 27.02.1985 3 Ob 565/84
Auch; Veröff: HS XV/XVII/2
- 8 Ob 1002/89
Entscheidungstext OGH 15.06.1989 8 Ob 1002/89
Auch; nur: Die Wechselbürgschaft ist zum Unterschied zur Bürgschaft bürgerlichen Rechtes nicht akzessorisch. (T1) Beisatz: Der Wechselbürge geht eine selbständige, kumulativ zur Haftung des Hauptschuldners hinzugetretene Verpflichtung ein. (T2) Veröff: ÖBA 1992,74 (P Bydlinski)
- 7 Ob 537/91
Entscheidungstext OGH 27.06.1991 7 Ob 537/91
nur T1; Beis wie T2
- 8 Ob 117/97g
Entscheidungstext OGH 26.02.1998 8 Ob 117/97g
Beis wie T2; Beisatz: Aus diesem Grund stehen ihm auch keine Einwendungen aus der Person des Hauptschuldners zu. (T3)
- 8 Ob 227/99m
Entscheidungstext OGH 30.03.2000 8 Ob 227/99m
Vgl auch; Beisatz: Die Wechselbürgschaft ist keine Ausfallsbürgschaft. Der Wechselbürge haftet als Bürge und Zahler. Der Gläubiger ist nicht verpflichtet, sich zunächst aus anderen Sicherheiten zu befriedigen. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0082507
Dokumentnummer
JJR_19670405_OGH0002_0030OB00007_6700000_003