Rechtssatz RS0086112
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0086112
Entscheidungsdatum
18.03.2026
Rechtssatz
Bei der unter den gesetzlichen Voraussetzungen zwingend vorgeschriebenen Weisung nach § 26 Abs 2 FinStrG handelt es sich um ein Gebot in der Bedeutung der §§ 50 f StGB, welches nicht im Strafurteil, sondern durch gesonderten Beschluß auszusprechen ist (§§ 494, 498 StPO). Die Verweigerung einer derartigen Beschlußfassung kann daher vom öffentlichen Ankläger nicht mit Nichtigkeitsbeschwerde, sondern nur mit Beschwerde angefochten werden.Bei der unter den gesetzlichen Voraussetzungen zwingend vorgeschriebenen Weisung nach Paragraph 26, Absatz 2, FinStrG handelt es sich um ein Gebot in der Bedeutung der Paragraphen 50, f StGB, welches nicht im Strafurteil, sondern durch gesonderten Beschluß auszusprechen ist (Paragraphen 494, 498, StPO). Die Verweigerung einer derartigen Beschlußfassung kann daher vom öffentlichen Ankläger nicht mit Nichtigkeitsbeschwerde, sondern nur mit Beschwerde angefochten werden.
Entscheidungstexte
- 12 Os 86/95
Entscheidungstext OGH 13.07.1995 12 Os 86/95
- 11 Os 71/98
Entscheidungstext OGH 25.08.1998 11 Os 71/98
Auch; nur: Bei der unter den gesetzlichen Voraussetzungen zwingend vorgeschriebenen Weisung nach § 26 Abs 2 FinStrG handelt es sich um ein Gebot in der Bedeutung der §§ 50 f StGB, welches nicht im Strafurteil, sondern durch gesonderten Beschluß auszusprechen ist. (T1)
- 15 Os 87/99
Entscheidungstext OGH 01.07.1999 15 Os 87/99
- 12 Os 3/02
Entscheidungstext OGH 18.04.2002 12 Os 3/02
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Auch wenn vom Erstgericht irrtümlich nicht als Beschluss bezeichnet, ist dagegen nur das Rechtsmittel der Beschwerde zulässig. (T2)
- 13 Os 55/02
Entscheidungstext OGH 29.05.2002 13 Os 55/02
Auch; nur T1
- 15 Os 66/03
Entscheidungstext OGH 21.08.2003 15 Os 66/03
auch; nur: Eine Weisung nach § 26 Abs 2 FinStrG ist nicht im Strafurteil, sondern durch gesonderten Beschluss auszusprechen. (T3)
- 13 Os 129/10k
Entscheidungstext OGH 16.12.2010 13 Os 129/10k
Auch; nur T3
- 13 Os 124/10z
Entscheidungstext OGH 16.12.2010 13 Os 124/10z
Auch
- 13 Os 38/11d
Entscheidungstext OGH 14.07.2011 13 Os 38/11d
Auch
- 13 Os 1/13s
Entscheidungstext OGH 14.02.2013 13 Os 1/13s
Auch
- 13 Os 114/13h
Entscheidungstext OGH 14.03.2014 13 Os 114/13h
Auch
- 13 Os 6/16f
Entscheidungstext OGH 23.11.2016 13 Os 6/16f
Auch
- 13 Os 127/16z
Entscheidungstext OGH 28.06.2017 13 Os 127/16z
Auch
- 13 Os 70/17v
Entscheidungstext OGH 11.10.2017 13 Os 70/17v
Auch
- 13 Os 96/19w
Entscheidungstext OGH 29.01.2020 13 Os 96/19w
Vgl; nur T3
- 13 Os 21/21v
Entscheidungstext OGH 07.06.2021 13 Os 21/21v
Vgl
- 13 Os 72/21v
Entscheidungstext OGH 29.09.2021 13 Os 72/21v
Vgl; nur T3
- 13 Os 99/24v
Entscheidungstext OGH 18.12.2024 13 Os 99/24v
vgl; nur T3
- 13 Os 9/25k
Entscheidungstext OGH 24.09.2025 13 Os 9/25k
vgl; nur T3
- 13 Os 117/25t
Entscheidungstext OGH 11.02.2026 13 Os 117/25t
vgl; nur T3
- 13 Os 140/25z
Entscheidungstext OGH 18.03.2026 13 Os 140/25z
vgl; Beisatz nur wie T3
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0086112
Zuletzt aktualisiert am
17.04.2026
Dokumentnummer
JJR_19950713_OGH0002_0120OS00086_9500000_001