Rechtssatz RS0089833
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0089833
Entscheidungsdatum
30.01.2007
Rechtssatz
Voraussetzungen der Ausführungsnähe eines Versuchs:
1. Tatplanmäßig vorgesehenes Übergehen des Täterverhaltens in die tatbestandsmäßige Ausführungshandlung ohne weitere deliktstypisch wesentliche zeitliche, örtliche und aktionsmäßig-eigenständige Zwischenetappen sowie
2. bereits erfolgte Überwindung der entscheidenden Hemmstufe vor der Tatausführung durch den Täter aus objektiv-normativer Sicht.
Entscheidungstexte
- 10 Os 42/82
Entscheidungstext OGH 20.04.1982 10 Os 42/82
- 15 Os 7/88
Entscheidungstext OGH 08.03.1988 15 Os 7/88
Beisatz: Zu § 13 Abs 2 FinStrG. (T1) Veröff: JBl 1988,661 = RZ 1988/49 S 191
- 14 Os 58/88
Entscheidungstext OGH 08.06.1988 14 Os 58/88
- 15 Os 142/89
Entscheidungstext OGH 05.12.1989 15 Os 142/89
nur: Voraussetzungen der Ausführungsnähe eines Versuchs tatplanmäßig vorgesehenes Übergehen des Täterverhaltens in die tatbestandsmäßige Ausführungshandlung ohne weitere deliktstypisch wesentliche zeitliche, örtliche und aktionsmäßig-eigenständige Zwischenetappen. (T2)
- 13 Os 53/91
Entscheidungstext OGH 10.07.1991 13 Os 53/91
Vgl auch
- 9 ObA 328/99x
Entscheidungstext OGH 26.01.2000 9 ObA 328/99x
- 14 Os 130/06h
Entscheidungstext OGH 30.01.2007 14 Os 130/06h
Vgl; Beisatz: Hier: Angeklagter Postenkommandant forderte beim Landesgendarmeriekommando Geld an, wobei er vor hatte, dies später der Gemeinschaftskasse des Postens zu übertragen (zeitliche und aktionsmäßige Nähe zum tatplangemäßen Zueignungsverhalten im Sinn des § 133 Abs 1 StGB verneint). (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0089833
Dokumentnummer
JJR_19820420_OGH0002_0100OS00042_8200000_001