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Rechtssatz RS0093295×

Rechtssatz RS0093295

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093295

Geschäftszahl

13Os51/76; 9Os146/76; 10Os12/77; 9Os136/77; 9Os191/78; 12Os10/82; 9Os125/82; 14Os113/93; 13Os69/93; 14Os55/96; 11Os27/03; 13Os102/05g; 15Os6/11p; 15Os98/11t; 13Os43/14v

Entscheidungsdatum

15.04.2015

Rechtssatz

Gewalt ist auch Verabreichung eine Betäubungsmittels (hier: betäubendes Getränk).

Entscheidungstexte

  • 13 Os 51/76
    Entscheidungstext OGH 10.06.1976 13 Os 51/76
  • 9 Os 146/76
    Entscheidungstext OGH 08.12.1976 9 Os 146/76
    Implizite auch; Veröff: SSt 47/74
  • 10 Os 12/77
    Entscheidungstext OGH 16.03.1977 10 Os 12/77
  • 9 Os 136/77
    Entscheidungstext OGH 15.11.1977 9 Os 136/77
  • 9 Os 191/78
    Entscheidungstext OGH 09.03.1979 9 Os 191/78
    Beisatz: Betäubende oder auf ähnliche Weise die Freiheit der Willensbildung beeinträchtigende Mittel sind ebenfalls Gewalt. (T1) Veröff: EvBl 1979/181 S 468
  • 12 Os 10/82
    Entscheidungstext OGH 25.03.1982 12 Os 10/82
  • 9 Os 125/82
    Entscheidungstext OGH 16.11.1982 9 Os 125/82
    Beisatz: Auch die Verabreichung eines betäubenden oder berauschenden Mittels ist Gewalt. (T2)
  • 14 Os 113/93
    Entscheidungstext OGH 13.07.1993 14 Os 113/93
  • 13 Os 69/93
    Entscheidungstext OGH 14.07.1993 13 Os 69/93
  • 14 Os 55/96
    Entscheidungstext OGH 09.07.1996 14 Os 55/96
    Beisatz: Rohypnol. (T3)
  • 11 Os 27/03
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 11 Os 27/03
    Auch; Beisatz: Der Einsatz eines Betäubungsmittels, dessen chemische Wirkstoffe zu einem einer längeren Bewusstlosigkeit des Opfers gleichzusetzenden Schlaf führen, ist jedenfalls Gewalt im Sinne von § 142 Abs 1 StGB. (T4)
  • 13 Os 102/05g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2005 13 Os 102/05g
    Auch; Beisatz: Dieser erweiterte, auf die Beeinträchtigung der Willensfreiheit abstellende Gewaltbegriff setzt allerdings voraus, dass dem Tatopfer ein betäubendes (berauschendes) Mittel ohne seinen Willen verabreicht wird, welches in seiner Wirkung dazu führt, dass eine tiefgreifende Bewusstseinsstörung hervorgerufen wird, in der dem Opfer eine eigenständige Willensentfaltung unmöglich gemacht wird. (T5)
  • 15 Os 6/11p
    Entscheidungstext OGH 04.05.2011 15 Os 6/11p
    Beisatz: Wird das Opfer durch das Mittel in einen einer Bewusstlosigkeit gleichzusetzenden Schlaf versetzt, kommt es weder auf dessen konkrete Zusammensetzung noch die Dosierung an. (T6)
  • 15 Os 98/11t
    Entscheidungstext OGH 17.08.2011 15 Os 98/11t
    Auch
  • 13 Os 43/14v
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 43/14v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0093295

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.07.2025

Dokumentnummer

JJR_19760610_OGH0002_0130OS00051_7600000_001