Rechtssatz RS0095867
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0095867
Entscheidungsdatum
02.12.1987
Rechtssatz
Nur eine tatsächlich nicht begangene, also erfundene Straftat ist vorgetäuscht. Unrichtige Benennung des Täters - nicht tatbildlich.
Entscheidungstexte
- 11 Os 159/80
Entscheidungstext OGH 17.12.1980 11 Os 159/80
Veröff: SSt 51/60 = JBl 1981,603 (mit Glosse von Liebscher)
- 11 Os 52/81
Entscheidungstext OGH 26.05.1981 11 Os 52/81
Vgl auch; Beisatz: Durch das fälschliche Vorschieben einer unbekannten Person als Täter einer tatsächlich verübten Straftat wird keine mit (gerichtlicher) Strafe bedrohte Handlung vorgetäuscht. (T1) Veröff: SSt 52/30
- 12 Os 56/82
Entscheidungstext OGH 19.05.1982 12 Os 56/82
Veröff: SSt 53/29 = EvBl 1982/192 S 642 = JBl 1982,607
- 10 Os 2/83
Entscheidungstext OGH 01.03.1983 10 Os 2/83
- 12 Os 1/86
Entscheidungstext OGH 15.05.1986 12 Os 1/86
nur: Nur eine tatsächlich nicht begangene, also erfundene Straftat ist vorgetäuscht. (T2) Veröff: SSt 57/32 = JBl 1987,194
- 11 Os 142/87
Entscheidungstext OGH 02.12.1987 11 Os 142/87
Vgl; Beisatz: Wer jedoch wissentlich ein rechtmäßiges Verhalten einer ihm bekannten Person in eine strafbare Handlung eines Unbekannten umdeutet, handelt tatbildlich. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0095867
Dokumentnummer
JJR_19801217_OGH0002_0110OS00159_8000000_002