Rechtssatz RS0096790
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0096790
Entscheidungsdatum
08.10.2024
Rechtssatz
Das Verbrechen des Missbrauchs der Amtsgewalt ist bereits mit dem Befugnismissbrauch vollendet; der vom Täter beabsichtigte Schaden muss demnach gar nicht eingetreten sein; der Täter ist sogar dann nach § 302 StGB strafbar, wenn der Schaden, den er in seinen Vorsatz aufgenommen hat, gar nicht eintreten kann.Das Verbrechen des Missbrauchs der Amtsgewalt ist bereits mit dem Befugnismissbrauch vollendet; der vom Täter beabsichtigte Schaden muss demnach gar nicht eingetreten sein; der Täter ist sogar dann nach Paragraph 302, StGB strafbar, wenn der Schaden, den er in seinen Vorsatz aufgenommen hat, gar nicht eintreten kann.
Entscheidungstexte
- 15 Os 1/95
Entscheidungstext OGH 02.02.1995 15 Os 1/95
- 15 Os 71/99
Entscheidungstext OGH 09.09.1999 15 Os 71/99
nur: Der Täter ist sogar dann nach § 302 StGB strafbar, wenn der Schaden, den er in seinen Vorsatz aufgenommen hat, gar nicht eintreten kann. (T1)
- 15 Os 11/04
Entscheidungstext OGH 24.06.2004 15 Os 11/04
Vgl auch
- 13 Os 43/04
Entscheidungstext OGH 03.11.2004 13 Os 43/04
Auch
- 12 Os 113/04
Entscheidungstext OGH 16.12.2004 12 Os 113/04
nur T1
- 13 Os 159/04
Entscheidungstext OGH 15.06.2005 13 Os 159/04
Vgl
- 13 Os 149/04
Entscheidungstext OGH 15.06.2005 13 Os 149/04
Vgl auch
- 15 Os 75/05a
Entscheidungstext OGH 03.11.2005 15 Os 75/05a
Vgl; Beisatz: Der Eintritt eines Schadens ist nicht Tatbildmerkmal. (T2)
- 11 Os 96/05k
Entscheidungstext OGH 15.11.2005 11 Os 96/05k
Vgl auch
- 11 Os 13/05d
Entscheidungstext OGH 13.12.2005 11 Os 13/05d
Beisatz: Dies ergibt sich bereits aus dem klaren Gesetzeswortlaut, zu dessen teleologischer Reduktion (dahingehend, dass ein Schadenseintritt zumindest möglich sein müsse) kein Anlass besteht, zumal es der Gesetzgeber im Fall des § 15 StGB ausdrücklich für nötig befunden hat, die Strafbarkeit des Versuchs um jene Fälle einzuschränken, in denen die Vollendung unter keinen Umständen möglich ist (§ 15 Abs 3 StGB), eine vergleichbare Einschränkung in § 302 StGB aber unterlassen hat. (T3)
- 11 Os 98/06f
Entscheidungstext OGH 24.10.2006 11 Os 98/06f
Auch; nur: Das Verbrechen des Missbrauchs der Amtsgewalt ist bereits mit dem Befugnismissbrauch vollendet; der Täter ist sogar dann nach § 302 StGB strafbar, wenn der Schaden, den er in seinen Vorsatz aufgenommen hat, gar nicht eintreten kann. (T4)
- 15 Os 71/08t
Entscheidungstext OGH 21.08.2008 15 Os 71/08t
Auch
- 12 Os 22/08i
Entscheidungstext OGH 19.06.2008 12 Os 22/08i
Auch
- 12 Os 28/10z
Entscheidungstext OGH 08.04.2010 12 Os 28/10z
Vgl auch; Beis wie T2
- 11 Os 87/10v
Entscheidungstext OGH 28.09.2010 11 Os 87/10v
Vgl auch; Beisatz: Hat ein Beamter die ihm obliegenden Maßnahmen zur Wahrung des staatlichen Verfolgungs‑ und Bestrafungsinteresses unterlassen, haftet er bereits für den solcherart vollendeten Missbrauch seiner Amtsgewalt; dass es unabhängig davon in concreto doch (noch) zu einer Strafverfolgung kommt, ändert daran nichts. (T5)
- 13 Os 126/10v
Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 126/10v
Auch
- 13 Os 88/11g
Entscheidungstext OGH 05.04.2012 13 Os 88/11g
Auch; Beisatz: Hier: Subjektiv-öffentliches Recht des Häftlings, Besuche zu empfangen (§ 21 Abs 1 erster Satz AnhO. (T6)
- 17 Os 21/13m
Entscheidungstext OGH 30.09.2013 17 Os 21/13m
Auch
- 14 Os 26/24s
Entscheidungstext OGH 08.10.2024 14 Os 26/24s
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0096790
Zuletzt aktualisiert am
27.11.2024
Dokumentnummer
JJR_19950202_OGH0002_0150OS00001_9500000_001