Rechtssatz RS0097183
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0097183
Entscheidungsdatum
25.03.2025
Rechtssatz
In einer Strafanzeige enthaltene, objektiv unrichtige Beschuldigungen sind, sofern sie den Rahmen eines sachdienlichen Vorbringens nicht überschreiten, nur dann rechtswidrig, wenn sie vom Anzeiger wider besseres Wissen erhoben wurden. Da jedermann das Recht zusteht, tatsächliche oder vermeintliche Pflichtwidrigkeit einer Behörde deren vorgesetzten Behörde anzuzeigen und von letzterer Abhilfe zu verlangen, haben auch für Aufsichtsbeschwerden die gleichen Grundsätze zu gelten wie für Behauptungen anlässlich der Erstattung von Strafanzeigen.
Entscheidungstexte
- 11 Os 33/74
Entscheidungstext OGH 19.04.1974 11 Os 33/74
Veröff: EvBl 1975/37 S 72 = SSt 45/11
- 10 Os 61/78
Entscheidungstext OGH 31.05.1978 10 Os 61/78
nur: In einer Strafanzeige enthaltene, objektiv unrichtige Beschuldigungen sind, sofern sie den Rahmen eines sachdienlichen Vorbringens nicht überschreiten, nur dann rechtswidrig, wenn sie vom Anzeiger wider besseres Wissen erhoben wurden. (T1)
- 11 Os 120/84
Entscheidungstext OGH 31.10.1984 11 Os 120/84
Vgl auch; nur T1; Veröff: EvBl 1985/55 S 245 = JBl 1985,432 = RZ 1985/30 S 91
- 2 Ob 615/85
Entscheidungstext OGH 28.10.1986 2 Ob 615/85
nur T1; Veröff: SZ 59/190 = JBl 1987,324 = RdW 1987,50
- 6 Ob 72/98a
Entscheidungstext OGH 19.03.1998 6 Ob 72/98a
nur T1
- 4 Ob 210/15h
Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 210/15h
nur T1
- 4 Ob 37/16v
Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 37/16v
- 9 ObA 64/16a
Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 ObA 64/16a
Vgl auch; nur T1
- 1 Ob 97/24g
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.03.2025 1 Ob 97/24g
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0097183
Zuletzt aktualisiert am
12.06.2025
Dokumentnummer
JJR_19740419_OGH0002_0110OS00033_7400000_001