Rechtssatz RS0106535
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0106535
Entscheidungsdatum
27.07.2021
Rechtssatz
Die Behauptungslast und Beweislast für die Voraussetzungen der überholenden Kausalität trägt der Schädiger. Sollte sich der frühere Schadenseintritt nur innerhalb eines größeren Zeitraumes feststellen lassen ("von ... bis"), so würde mit Rücksicht auf die genannte Beweislast die für den Geschädigten günstigere Variante gelten. Nur dann, wenn sich überhaupt nicht feststellen ließe, wann der Schaden (hier: Querschnittslähmung) auch ohne schädigendes Ereignis (hier: Operation) eingetreten wäre, könnte sich der Schädiger nicht auf die überholende Kausalität berufen.
Entscheidungstexte
- 10 Ob 2350/96b
Entscheidungstext OGH 03.09.1996 10 Ob 2350/96b
Veröff: SZ 69/199
- 5 Ob 54/01d
Entscheidungstext OGH 27.03.2001 5 Ob 54/01d
Vgl auch
- 1 Ob 175/01v
Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 175/01v
nur: Die Behauptungslast und Beweislast für die Voraussetzungen der überholenden Kausalität trägt der Schädiger. (T1); Beisatz: Den Beweis, dass der Schaden irgendwann in der Zukunft eingetreten wäre, reicht nicht aus. (T2)
- 2 Ob 111/03t
Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 111/03t
nur T1; Veröff: SZ 2003/67
- 2 Ob 78/07w
Entscheidungstext OGH 18.10.2007 2 Ob 78/07w
nur T1; Beis wie T2
- 5 Ob 34/18p
Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 34/18p
Vgl auch
- 2 Ob 115/18b
Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 115/18b
Auch; nur T1
- 2 Ob 221/18s
Entscheidungstext OGH 24.06.2019 2 Ob 221/18s
Vgl auch
- 2 Ob 26/20t
Entscheidungstext OGH 29.06.2020 2 Ob 26/20t
Vgl
- 4 Ob 85/21k
Entscheidungstext OGH 27.07.2021 4 Ob 85/21k
Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106535
Zuletzt aktualisiert am
17.09.2021
Dokumentnummer
JJR_19960903_OGH0002_0100OB02350_96B0000_002