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Rechtssatz RS0107138×

Rechtssatz RS0107138

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0107138

Entscheidungsdatum

12.02.2002

Rechtssatz

Das durch Artikel 13, StGG und Artikel 10, MRK verfassungsrechtlich geschützte Grundrecht auf freie Meinungsäußerung rechtfertigt nicht den Eingriff in die urheberrechtlich geschützten Rechte über die im UrhG festgelegten freien Werknutzungen hinaus. Das jedem zustehende Recht auf Redefreiheit und Übermittlung von Informationen steht gemäß Artikel 10, Absatz 2, MRK unter einem Gesetzesvorbehalt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2363/96w
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2363/96w
    Veröff: SZ 69/283
  • 4 Ob 127/01g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2001 4 Ob 127/01g
    Vgl aber; Beisatz: Dem urheberrechtlichen Unterlassungsanspruch kann das durch Art 10 EMRK geschützte Recht der freien Meinungsäußerung entgegenstehen. Ob dies der Fall ist, ist durch eine Abwägung der vom Urheber oder seinem Werknutzungsberechtigten verfolgten Interessen mit dem Recht der freien Meinungsäußerung zu beurteilen. (T1); Veröff: SZ 74/108
  • 4 Ob 32/02p
    Entscheidungstext OGH 12.02.2002 4 Ob 32/02p
    Vgl; Beisatz: Hier: Liegt ein Eingriff in Persönlichkeitsrechte vor, der von vornherein nicht nur wirtschaftliche Interessen berührt. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0107138

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2012

Dokumentnummer

JJR_19961217_OGH0002_0040OB02363_96W0000_003