Rechtssatz RS0107489
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0107489
Entscheidungsdatum
24.10.2024
Rechtssatz
Ein Geständnis ist ganz allgemein nicht nur unwirksam, sondern liegt auch gar nicht vor, wenn die Unrichtigkeit der als zugestanden angenommenen Tatsache sich aufgrund des Akteninhaltes eindeutig ergibt.
Entscheidungstexte
- 9 Ob 35/97f
Entscheidungstext OGH 14.05.1997 9 Ob 35/97f
- 9 Ob 174/97x
Entscheidungstext OGH 27.08.1997 9 Ob 174/97x
Auch
- 7 Ob 21/99k
Entscheidungstext OGH 09.02.1999 7 Ob 21/99k
Auch
- 10 Ob 21/03s
Entscheidungstext OGH 15.07.2003 10 Ob 21/03s
Auch; Beisatz: Keine Bindung an ein Geständnis, wenn die Unrichtigkeit der zugestandenen Tatsache aufgrund der Aktenlage eindeutig erwiesen ist. Der Richter darf nämlich nicht sehenden Auges auf solcherart amtsbekannt unwahrer Grundlage urteilen. (T1)
- 2 Ob 306/04w
Entscheidungstext OGH 14.06.2005 2 Ob 306/04w
Beisatz: Diente die Anwendung des §266 ZPO nicht der Gewinnung der Entscheidungsgrundlage, war die fehlerhafte Anwendung unrichtige rechtliche Beurteilung, die im Revisionsverfahren wahrgenommen werden kann. (T2); Beisatz: Hier: Es wurde eine Außerstreitstellung „der Höhe nach" nicht als Geständnis „es sei ein Schaden in bestimmter Höhe entstanden" gewertet. (T3)
- 7 Ob 130/08f
Entscheidungstext OGH 09.07.2008 7 Ob 130/08f
Auch
- 9 ObA 115/17b
Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 115/17b
Auch
- 5 Ob 211/22y
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.08.2023 5 Ob 211/22y
- 1 Ob 162/24s
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.10.2024 1 Ob 162/24s
Beisatz wie T1: Hier: Unrichtigkeit eines Tatsachengeständnisses aufgrund einer Urkunde erwiesen (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107489
Zuletzt aktualisiert am
03.12.2024
Dokumentnummer
JJR_19970514_OGH0002_0090OB00035_97F0000_002