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Rechtssatz RS0108349×

Rechtssatz RS0108349

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0108349

Entscheidungsdatum

10.07.2001

Rechtssatz

Die im Paragraph 181, Absatz 2, StPO bestimmte Höchstdauer der Haftfristen (14 Tage, 1 Monat, 2 Monate) gestatttet - von den ausdrücklich normierten Ausnahmen abgesehen (Paragraphen 6, Absatz 2, 181, Absatz 3 und Absatz 4, StPO) - keine Verlängerung. Aus der Unerstreckbarkeit der prozessualen Fristen des Paragraph 181, Absatz 2, StPO folgt, daß (ausgenommen im Fall des Absatz 4, leg cit) bis zu deren Ablauf - unter Umständen bei sonstiger Präklusion - entweder eine Haftverhandlung oder eine schriftliche Beschlußfassung vorgenommen werden muß, andernfalls der Beschuldigte zu enthaften ist.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 139/97
    Entscheidungstext OGH 11.09.1997 15 Os 139/97
  • 15 Os 32/00
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 15 Os 32/00
    Auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof hält daran fest, dass es sich bei den in § 181 Abs 1 und Abs 2 StPO normierten Haftfristen grundsätzlich um - von den gesetzlich determinierten Ausnahmen der §§ 6 Abs 2, 181 Abs 3 und Abs 4 StPO abgesehen - unerstreckbare prozessuale, (weil "in diesem Gesetz" bestimmt) den Regeln des § 6 StPO unterliegende Fristen handelt. (T1)
  • 15 Os 93/01
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 15 Os 93/01
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108349

Zuletzt aktualisiert am

01.09.2008

Dokumentnummer

JJR_19970911_OGH0002_0150OS00139_9700000_002