Rechtssatz RS0109871
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0109871
Entscheidungsdatum
17.12.2018
Norm
ASVG idF 48. ASVGNov §333 Abs3
Rechtssatz
Im Hinblick auf diese haftpflichtversicherungsrechtliche Komponente der Neuregelung und der Absicht des Gesetzgebers, durch diese Regelung den bisherigen Haftungsausschluss der kraftfahrzeughaftpflichtversicherten Arbeitgeber bei Arbeitsunfällen gemäß § 175 ASVG, insbesondere Verkehrsunfällen, die ein Arbeitnehmer in einem der Allgemeinheit nicht zugänglichen Fahrzeug des Arbeitgebers erleidet, zu beseitigen, umfasst die Ausnahmeregelung des § 333 Abs 3 ASVG sämtliche durch einen Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer gedeckten Personenschäden.Im Hinblick auf diese haftpflichtversicherungsrechtliche Komponente der Neuregelung und der Absicht des Gesetzgebers, durch diese Regelung den bisherigen Haftungsausschluss der kraftfahrzeughaftpflichtversicherten Arbeitgeber bei Arbeitsunfällen gemäß Paragraph 175, ASVG, insbesondere Verkehrsunfällen, die ein Arbeitnehmer in einem der Allgemeinheit nicht zugänglichen Fahrzeug des Arbeitgebers erleidet, zu beseitigen, umfasst die Ausnahmeregelung des Paragraph 333, Absatz 3, ASVG sämtliche durch einen Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer gedeckten Personenschäden.
Entscheidungstexte
- 9 ObA 126/98i
Entscheidungstext OGH 29.04.1998 9 ObA 126/98i
- 8 ObA 179/98a
Entscheidungstext OGH 18.03.1999 8 ObA 179/98a
Beisatz: Der Entfall des Haftungsprivilegs nach § 333 Abs 3 ASVG stellt ausschließlich auf die obligatorische Kraftfahrzeugshaftpflichtversicherung ab. Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist von vornherein ungeeignet, die in der zitierten Bestimmung normierte Ausnahme vom Haftungsprivileg des Dienstnehmers zu begründen. (T1)
Beisatz: Hier: Unfall mit Seitenstapler, für den nach § 59 Abs 1 KFG 1969 keine Versicherungspflicht besteht. (T2)
- 2 Ob 316/97b
Entscheidungstext OGH 24.09.1999 2 Ob 316/97b
- 8 ObA 78/04k
Entscheidungstext OGH 22.12.2004 8 ObA 78/04k
Auch
- 9 ObA 48/11s
Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 48/11s
Beis wie T1; Beisatz: Wurde vom Arbeitgeber trotz Bestehens einer Versicherungspflicht gemäß § 59 Abs 1 KFG keine Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, so kommt bei vorsätzlicher Verletzung der Versicherungspflicht eine Haftung aus dem Titel der Fürsorgepflichtverletzung für jenen Betrag in Betracht, der bei ordnungsgemäßer Erfüllung der Versicherungspflicht zur Verfügung gestanden wäre (RS0127018). (T3)
Veröff: SZ 2011/78
- 2 Ob 178/11g
Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 178/11g
Auch; Beis wie T1 nur: Der Entfall des Haftungsprivilegs nach § 333 Abs 3 ASVG stellt ausschließlich auf die obligatorische Kraftfahrzeugshaftpflichtversicherung ab. (T4)
Veröff: SZ 2012/6
- 2 Ob 214/11a
Entscheidungstext OGH 25.10.2012 2 Ob 214/11a
Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2012/114
- 2 Ob 20/16d
Entscheidungstext OGH 26.01.2017 2 Ob 20/16d
Auch; nur: Die Ausnahmeregelung des § 333 Abs 3 ASVG umfasst sämtliche durch einen Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer gedeckten Personenschäden. (T5); Veröff: SZ 2017/4
- 2 Ob 215/17g
Entscheidungstext OGH 17.12.2018 2 Ob 215/17g
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109871
Zuletzt aktualisiert am
25.02.2019
Dokumentnummer
JJR_19980429_OGH0002_009OBA00126_98I0000_001