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Rechtssatz RS0110621×

Rechtssatz RS0110621

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0110621

Entscheidungsdatum

17.01.2023

Rechtssatz

Paragraph 103, Absatz 2, ASVG ist eine dem eigentlichen Exekutionsrecht vorrangige speziellere Norm. Eine Aufrechnung in den pfändungsfreien Teil ist rechtlich zulässig; es bleibt dem alleinigen Ermessen des Sozialversicherungsträgers überlassen, die Höhe der Abzugsrate auf relativ niedrigem Niveau festzulegen (SSV-NF 7/100 = SZ 66/134).

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 245/98x
    Entscheidungstext OGH 18.08.1998 10 ObS 245/98x
  • 10 ObS 392/98i
    Entscheidungstext OGH 01.12.1998 10 ObS 392/98i
  • 10 ObS 123/01p
    Entscheidungstext OGH 12.06.2001 10 ObS 123/01p
  • 10 ObS 252/01h
    Entscheidungstext OGH 04.09.2001 10 ObS 252/01h
    Auch; nur: § 103 Abs 2 ASVG ist eine dem eigentlichen Exekutionsrecht vorrangige speziellere Norm. Eine Aufrechnung in den pfändungsfreien Teil ist rechtlich zulässig. (T1)
  • 10 ObS 152/01b
    Entscheidungstext OGH 04.09.2001 10 ObS 152/01b
  • 10 ObS 215/01t
    Entscheidungstext OGH 30.10.2001 10 ObS 215/01t
  • 10 ObS 131/01i
    Entscheidungstext OGH 04.09.2001 10 ObS 131/01i
    nur: § 103 Abs 2 ASVG ist eine dem eigentlichen Exekutionsrecht vorrangige speziellere Norm. (T2)
  • 10 ObS 375/01x
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 10 ObS 375/01x
    nur: Es bleibt dem Ermessen des Sozialversicherungsträgers überlassen, die Höhe der Abzugsrate festzulegen. (T3)
  • 10 ObS 10/02x
    Entscheidungstext OGH 12.02.2002 10 ObS 10/02x
  • 10 ObS 233/02s
    Entscheidungstext OGH 10.12.2002 10 ObS 233/02s
    Beisatz: Für die Aufrechnung der Forderung gegen den unpfändbaren Teil der Pensionsbezüge gilt die Beschränkung des § 12a Abs 2 KO nicht. Eine Verrechnung kann daher über den Zeitraum von zwei Jahren hinaus vorgenommen werden. (T4)
    Beisatz: Die Aufrechnung gegen den pfändbaren (und daher konkursunterworfenen) Teil der Pensionsbezüge des Schuldners unterliegt im Konkurs des Beitragsschuldners der Beschränkung des § 12a Abs 2 KO. (T5)
  • 10 ObS 251/03i
    Entscheidungstext OGH 02.12.2003 10 ObS 251/03i
    nur: Es bleibt dem alleinigen Ermessen des Sozialversicherungsträgers überlassen, die Höhe der Abzugsrate auf relativ niedrigem Niveau festzulegen. (T6)
  • 10 ObS 16/04g
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 ObS 16/04g
  • 10 ObS 54/11f
    Entscheidungstext OGH 06.12.2011 10 ObS 54/11f
    Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2011/144
  • 10 ObS 128/12i
    Entscheidungstext OGH 02.10.2012 10 ObS 128/12i
    Auch
  • 10 ObS 22/14d
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 10 ObS 22/14d
    Vgl auch
  • 10 ObS 82/14b
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 ObS 82/14b
    Auch
  • 10 ObS 48/17g
    Entscheidungstext OGH 18.07.2017 10 ObS 48/17g
    Auch; Veröff: SZ 2017/80
  • 10 ObS 128/17x
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 ObS 128/17x
    Auch; Beisatz: Soweit die Aufrechnung nach § 103 ASVG nur den unpfändbaren Teil des Pensionsbezugs betrifft, führt die nach Beendigung des Abschöpfungsverfahrens erteilte Restschuldbefreiung nicht zum Erlöschen der für die Aufrechnung herangezogenen Forderung an rückständigen Sozialversicherungsbeiträgen. (T7)
  • 10 ObS 59/22g
    Entscheidungstext OGH 17.01.2023 10 ObS 59/22g
    Vgl; nur T1; nur T6; Beisatz: Hier: In Bezug auf den unpfändbaren Teil der Geldleistung müssen sich die gegenseitigen Forderungen nicht bereits im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufrechenbar gegenüberstehen. Die Möglichkeit der Aufrechnung in den unpfändbaren Bezugsteil besteht daher insbesondere auch dann, wenn der Beitragsschuldner erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen Pensionsanspruch erlangt. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110621

Im RIS seit

17.09.1998

Zuletzt aktualisiert am

14.02.2023

Dokumentnummer

JJR_19980818_OGH0002_010OBS00245_98X0000_004