Rechtssatz RS0114703
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0114703
Entscheidungsdatum
05.11.2008
Rechtssatz
Eine allgemeine Pflicht der Bank zu Nachforschungen über den Treuhandcharakter von Erlägen auf einem Eigenkonto beziehungsweise verdeckten Treuhandkonto zu bejahen, hieße deren Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten zugunsten dritter, nicht in den Girovertrag einbezogenen Personen überspannen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 143/00m
Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 143/00m
Veröff: SZ 73/201
- 9 Ob 128/03v
Entscheidungstext OGH 25.02.2004 9 Ob 128/03v
- 7 Ob 8/05k
Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 8/05k
Vgl auch; Beisatz: Auf Grund der Zusammenführung eines Eigenkontos mit einem Anderkonto durch die Bank mit dem Wissen, dass auch Fremdgelder auf das „zusammengeführte" Konto (Girokonto) fließen werden, besteht eine Verpflichtung der kontoführenden Bank, Erläge zu kontrollieren, um die unrechtmäßige Manipulation mit Fremdgeldern auszuschließen. (T1); Veröff: SZ 2005/15
- 7 Ob 211/05p
Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 211/05p
- 8 Ob 84/08y
Entscheidungstext OGH 10.07.2008 8 Ob 84/08y
Auch; Beisatz: Die Bank trifft grundsätzlich keine allgemeine Überwachungspflicht betreffend ein von einem Treuhänder eröffnetes Girokonto, andernfalls es zu einer Überspannung ihrer Schutz- und Sorgfaltspflichten käme. (T2)
- 7 Ob 235/08x
Entscheidungstext OGH 05.11.2008 7 Ob 235/08x
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114703
Zuletzt aktualisiert am
24.01.2009
Dokumentnummer
JJR_20001219_OGH0002_0010OB00143_00M0000_001