Rechtssatz RS0116829
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0116829
Entscheidungsdatum
26.06.2024
Rechtssatz
Eine analoge Anwendung der §§ 25c und 25d KSchG auf die Interzession durch bloße Pfandbestellung kommt mangels Vorliegens einer ungewollten Gesetzeslücke nicht in Betracht.Eine analoge Anwendung der Paragraphen 25 c und 25 d KSchG auf die Interzession durch bloße Pfandbestellung kommt mangels Vorliegens einer ungewollten Gesetzeslücke nicht in Betracht.
Entscheidungstexte
- 9 Ob 85/02v
Entscheidungstext OGH 05.06.2002 9 Ob 85/02v
Veröff: SZ 2002/80
- 9 Ob 27/05v
Entscheidungstext OGH 11.05.2005 9 Ob 27/05v
Auch
- 8 Ob 118/06w
Entscheidungstext OGH 18.12.2006 8 Ob 118/06w
Auch
- 9 Ob 16/06b
Entscheidungstext OGH 01.02.2007 9 Ob 16/06b
Beisatz: Angesichts der Ausführungen in den Materialien ist anzunehmen, dass der Gesetzgeber trotz des unterschiedlichen Inhalts und der unterschiedlichen Intention der beiden Bestimmungen grundsätzlich die Inhaltskontrolle von Haftungsverträgen auf die schon vorher in der Rechtsprechung erfassten Fälle beschränken wollte. Dazu kommt, dass der Gesetzgeber seit dem Bekanntwerden der Leitentscheidung 9 Ob 85/02v - selbst wenn man von der nur kurz danach beschlossenen Novelle BGBl I Nr. 111/2002 absieht - das KSchG bereits viermal novelliert hat und dabei - obwohl ihm die wiedergegebene Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs wohl nicht entgangen sein kann - keinen Anlass zu einer entsprechenden Korrektur der Rechtsprechung gefunden hat. Die ohne Zweifel gewichtigen Überlegungen P. Bydlinskis ändern daher nichts an der bereits in der Leitentscheidung vertretenen Auffassung des erkennenden Senats, dass hinreichende Anhaltspunkte für eine planwidrige Unvollständigkeit des Gesetzes fehlen und daher eine analoge Anwendung des § 25c KSchG auf die Pfandbestellung nicht möglich ist. (T1)
- 9 Ob 142/06g
Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 142/06g
Beis wie T1
- 7 Ob 260/06w
Entscheidungstext OGH 28.03.2007 7 Ob 260/06w
- 7 Ob 205/07h
Entscheidungstext OGH 26.09.2007 7 Ob 205/07h
- 8 Ob 140/07g
Entscheidungstext OGH 28.02.2008 8 Ob 140/07g
- 6 Ob 224/08x
Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 224/08x
- 8 Ob 67/09z
Entscheidungstext OGH 21.12.2009 8 Ob 67/09z
Auch
- 8 Ob 5/11k
Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 5/11k
Auch
- 6 Ob 249/10a
Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 249/10a
- 1 Ob 29/15v
Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 29/15v
Vgl; Beisatz: Diese Rechtsprechung ist in diesem Sinn jedenfalls auch auf bloß Verbotsberechtigte zu übertragen. (T2)
- 4 Ob 254/14b
Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 254/14b
- 6 Ob 40/16z
Entscheidungstext OGH 30.05.2016 6 Ob 40/16z
Auch
- 7 Ob 176/16g
Entscheidungstext OGH 13.10.2016 7 Ob 176/16g
- 1 Ob 40/17i
Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 40/17i
Veröff: SZ 2017/49
- 2 Ob 161/17s
Entscheidungstext OGH 24.10.2017 2 Ob 161/17s
- 4 Ob 164/18y
Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 164/18y
- 9 Ob 37/24t
Entscheidungstext OGH 26.06.2024 9 Ob 37/24t
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116829
Zuletzt aktualisiert am
12.08.2024
Dokumentnummer
JJR_20020605_OGH0002_0090OB00085_02V0000_001