Rechtssatz RS0122463
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0122463
Entscheidungsdatum
25.05.2023
Rechtssatz
Die „Eintragung" des Bestandrechts ähnelt nach ihrer Rechtswirkung eher einer Anmerkung denn einer Einverleibung. Der Umfang der dem Bestandnehmer aus dem Vertrag zustehenden Nutzungsrechte ändert sich durch die Eintragung des Bestandvertrags im Grundbuch nicht. Eine allgemein dingliche Wirkung gegenüber dritten Personen kommt der Eintragung des Bestandrechts nicht zu. Ob die durch den Bestandvertrag eingeräumte Nutzungsmöglichkeit im gesamten Umfang durch die Rechtsstellung des Vermieters gedeckt ist, ist nicht Teil der grundbuchsrechtlichen Prüfung.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 157/07k
Entscheidungstext OGH 28.08.2007 5 Ob 157/07k
Veröff: SZ 2007/130
- 5 Ob 269/08g
Entscheidungstext OGH 09.12.2008 5 Ob 269/08g
Auch; Beisatz: Das Bestandrecht wird durch die „Einverleibung" nicht zum dinglichen Recht. (T1)
Beisatz: Die Prüfung eines Gesuchs auf Eintragung eines Bestandvertrags muss aber nach den Erfordernissen der §§ 26 ff GBG erfolgen und insbesondere § 32 GBG genügen. (T2)
- 2 Ob 147/12z
Entscheidungstext OGH 29.08.2013 2 Ob 147/12z
nur: Eine allgemein dingliche Wirkung gegenüber dritten Personen kommt der Eintragung des Bestandrechts nicht zu. (T3)
- 5 Ob 137/16g
Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 137/16g
Auch
- 5 Ob 142/17v
Entscheidungstext OGH 26.09.2017 5 Ob 142/17v
Auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2017/101
- 5 Ob 167/21a
Entscheidungstext OGH 06.04.2022 5 Ob 167/21a
Vgl; Beis wie T2
- 5 Ob 61/23s
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.05.2023 5 Ob 61/23s
Beisatz wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122463
Zuletzt aktualisiert am
01.08.2023
Dokumentnummer
JJR_20070828_OGH0002_0050OB00157_07K0000_001