Rechtssatz RS0125943
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0125943
Entscheidungsdatum
20.07.2026
Rechtssatz
Kann zufolge Ausschöpfung aller möglichen Vertreter des betroffenen Gerichts dessen Vorsteher oder Präsident seine Entscheidungskompetenz nicht wahrnehmen, hat das übergeordnete Gericht jenes Gericht zu bezeichnen, dem die Sache übertragen wird. Bei diesem wiederum ergeben sich die konkret zur Entscheidung berufenen Richter aufgrund dessen Geschäftsverteilung.
Entscheidungstexte
- 12 Ns 30/10y
Entscheidungstext OGH 24.06.2010 12 Ns 30/10y
- 12 Ns 95/11h
Entscheidungstext OGH 24.11.2011 12 Ns 95/11h
- 12 Ns 35/12m
Entscheidungstext OGH 15.05.2012 12 Ns 35/12m
- 11 Ns 28/12z
Entscheidungstext OGH 16.05.2012 11 Ns 28/12z
- 1 Präs 2690-402/13y
Entscheidungstext OGH 11.02.2013 1 Präs 2690-402/13y
Vgl auch
- 11 Ns 13/13w
Entscheidungstext OGH 04.03.2013 11 Ns 13/13w
- 12 Ns 36/13k
Entscheidungstext OGH 19.06.2013 12 Ns 36/13k
- 1 Präs 2690-3149/15x
Entscheidungstext OGH 17.07.2015 1 Präs 2690-3149/15x
Auch; Beisatz: Bei Ausgeschlossenheit eines PräsdOLG und aller seiner Vertreter entscheidet über die Ausgeschlossenheit der RidOLG (als Sammelbezeichnung für SenPräs und RidOLG) der PräsdOGH, dem auch die Übertragungskompetenz an ein anderes OLG zukommt. Den auf Entscheidung über Anzeige der Ausgeschlossenheit und Antrag auf Ablehnung bezogenen Vorschriften der StPO liegt nämlich, nicht anders als dieser insgesamt, die Annahme einer hierarchischen Gerichtsstruktur zugrunde, womit die Zuständigkeit eines PräsdOLG zur Entscheidung über die Ausgeschlossenheit von Richterin eines anderen OLG ausscheidet. Indem der Wortlaut des § 45 Abs 2 dritter Satz StPO beim Umfang der Übertragung aufgrund erkannter Ausgeschlossenheit nicht differenziert, die Übertragung nicht als - nur im Haupt- und RMVerfahren zulässige - Delegierung nach § 39 StPO erfolgt, im Übrigen die Bestimmungen der Gerichtszuständigkeit für das gesamte Ermittlungsverfahren der Entscheidung durch ein (nicht richterliches) Einzelorgan der Gerichtsbarkeit zugänglich ist, kommt kein anderer richterlicher Spruchkörper für die Übertragungsentscheidung in Frage. (T1)
- 12 Ns 69/15s
Entscheidungstext OGH 29.06.2015 12 Ns 69/15s
- 1 Präs 2690-4625/16g
Entscheidungstext OGH 08.11.2016 1 Präs 2690-4625/16g
Auch; Beis wie T1
- 1 Präs 2690-3764/19v
Entscheidungstext OGH 01.10.2019 1 Präs 2690-3764/19v
Vgl; Beis wie T1
- 504 Präs 6/20x
Entscheidungstext OGH 28.01.2020 504 Präs 6/20x
Beis wie T1
- 504 Präs 36/21k
Entscheidungstext OGH 13.10.2021 504 Präs 36/21k
Vgl; Beis wie T1
- 504 Präs 26/22s
Entscheidungstext OGH 13.10.2022 504 Präs 26/22s
Vgl
- 504 Präs 50/23x
Entscheidungstext OGH 04.10.2023 504 Präs 50/23x
vgl; Beisatz wie T1
- 504 Präs 60/23t
Entscheidungstext OGH 23.11.2023 504 Präs 60/23t
vgl
- 504 Präs 50/24y
Entscheidungstext OGH 11.12.2024 504 Präs 50/24y
vgl
- 504 Präs 31/25f
Entscheidungstext OGH 08.08.2025 504 Präs 31/25f
vgl
- 504 Präs 2/26t
Entscheidungstext OGH 22.01.2026 504 Präs 2/26t
vgl
- 504 Präs 31/26g
Entscheidungstext OGH 20.07.2026 504 Präs 31/26g
vgl; Beisatz wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0125943
Zuletzt aktualisiert am
31.08.2026
Dokumentnummer
JJR_20100624_OGH0002_0120NS00030_10Y0000_001