Rechtssatz RS0128876
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0128876
Entscheidungsdatum
16.06.2026
Rechtssatz
Sofern zu dem Zeitpunkt, in dem die (zu einem weiteren Hauptverfahren führende) Anklage rechtswirksam wird, bereits ein Hauptverfahren gegen den Angeklagten anhängig ist, ist die Verbindung der Verfahren gemäß § 37 Abs 3 erster Teilsatz StPO zwingend. Allerdings darf zur Vermeidung von Verzögerungen eine Trennung der Verfahren verfügt werden, wobei dadurch die einmal durch Verbindung gesetzlich begründete Zuständigkeit unverändert bleibt.Sofern zu dem Zeitpunkt, in dem die (zu einem weiteren Hauptverfahren führende) Anklage rechtswirksam wird, bereits ein Hauptverfahren gegen den Angeklagten anhängig ist, ist die Verbindung der Verfahren gemäß Paragraph 37, Absatz 3, erster Teilsatz StPO zwingend. Allerdings darf zur Vermeidung von Verzögerungen eine Trennung der Verfahren verfügt werden, wobei dadurch die einmal durch Verbindung gesetzlich begründete Zuständigkeit unverändert bleibt.
Allfälligen prozess- und gerichtsökonomischen Gesichtspunkten kann nur auf gesetzliche Weise durch den Personalsenat (Art 87 Abs 3 B-VG) Rechnung getragen werden.Allfälligen prozess- und gerichtsökonomischen Gesichtspunkten kann nur auf gesetzliche Weise durch den Personalsenat (Artikel 87, Absatz 3, B-VG) Rechnung getragen werden.
Entscheidungstexte
- 11 Os 63/13v
Entscheidungstext OGH 28.05.2013 11 Os 63/13v
- 11 Ns 55/13x
Entscheidungstext OGH 17.09.2013 11 Ns 55/13x
Auch; Beisatz: § 37 Abs 2 dritter Satz StPO hat im Fall des § 37 Abs 3 StPO außer Betracht zu bleiben. (T1)
- 15 Ns 56/16b
Entscheidungstext OGH 18.08.2016 15 Ns 56/16b
Auch
- 15 Ns 25/17w
Entscheidungstext OGH 24.05.2017 15 Ns 25/17w
Auch
- 15 Ns 66/17z
Entscheidungstext OGH 08.09.2017 15 Ns 66/17z
Auch; Beisatz: Dass der Angeklagte aufgrund des prozessualen Verfolgungshindernisses der Spezialität (§ 31 EU‑JZG) zu diesem Zeitpunkt nicht verfolgt werden kann, ändert daran nichts, stellt doch § 37 Abs 3 StPO nach seinem unmissverständlichen Wortlaut lediglich auf die Rechtswirksamkeit der Anklagen ab. (T2)
- 15 Ns 88/17k
Entscheidungstext OGH 04.12.2017 15 Ns 88/17k
Auch
- 12 Os 145/17s
Entscheidungstext OGH 11.12.2017 12 Os 145/17s
Vgl
- 11 Ns 3/19h
Entscheidungstext OGH 26.02.2019 11 Ns 3/19h
- 12 Ns 88/19s
Entscheidungstext OGH 20.01.2020 12 Ns 88/19s
Vgl
- 13 Ns 87/20b
Entscheidungstext OGH 18.11.2020 13 Ns 87/20b
Vgl
- 15 Os 85/21w
Entscheidungstext OGH 20.10.2021 15 Os 85/21w
Vgl
- 13 Ns 23/24x
Entscheidungstext OGH 22.05.2024 13 Ns 23/24x
vgl; Beisatz: Verbindung bloß mit einzelnen Teilen eines (auf gesetzmäßig gemeinsamer Anklage beruhenden) Verfahrens sieht das Gesetz nicht vor. (T3)
- 14 Ns 16/25a
Entscheidungstext OGH 15.04.2025 14 Ns 16/25a
vgl
- 14 Ns 44/25v
Entscheidungstext OGH 24.07.2025 14 Ns 44/25v
vgl
- 14 Ns 1/26x
Entscheidungstext OGH 19.02.2026 14 Ns 1/26x
vgl
- 12 Ns 39/26w
Entscheidungstext OGH 16.06.2026 12 Ns 39/26w
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128876
Zuletzt aktualisiert am
08.07.2026
Dokumentnummer
JJR_20130528_OGH0002_0110OS00063_13V0000_001