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Rechtssatz RS0001074×

Rechtssatz RS0001074

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0001074

Geschäftszahl

3Ob220/74; 3Ob87/78; 3Ob89/81; 3Ob118/85; 3Ob181/88; 3Ob32/90; 3Ob4/90; 3Ob144/89; 3Ob1127/93; 3Ob63/99g; 3Ob29/01p; 3Ob213/02y; 3Ob132/05s

Entscheidungsdatum

24.08.2005

Rechtssatz

Die gänzliche Einstellung einer Exekution mit der Wirkung der Aufhebung aller bisher vollzogenen Exekutionsakte iS Paragraph 39, Absatz eins, EO beseitigt das Interesse der Verpflichteten an der Anfechtung des dieser Exekution zugrundeliegenden Bewilligungsbeschlusses erst nach Rechtskraft eines derartigen Einstellungsbeschlusses und zwar jedenfalls in Ansehung der Hauptsache.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 220/74
    Entscheidungstext OGH 03.12.1974 3 Ob 220/74
  • 3 Ob 87/78
    Entscheidungstext OGH 27.06.1978 3 Ob 87/78
    vgl auch
  • 3 Ob 89/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 3 Ob 89/81
    vgl aber; Beisatz: Wenn ein von beiden Parteien unterfertigter Antrag auf Einstellung gemäß § 39 Abs 1 Z 6 EO vorliegt, wobei auf Verständigung und Rechtmittel geghen den Einstellungsbeschluß verzichtet wurde, ist die Beschwer schon vor der Einstellung weggefallen. (T1)
  • 3 Ob 118/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 3 Ob 118/85
    vgl aber; Beisatz: Wenn über die gesamten betriebenen Kapitalforderungen und einen Teil der Nebengebühren (Teil der Zinsen, Prozeßkosten und bisherige Exekutionskosten) umfassenden Einschränkungsantrag der betreibenden Partei, der als Teileinstellungsantrag nicht mehr zurückgenommen werden kann, zu entscheiden ist. (T2)
  • 3 Ob 181/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 181/88
    vgl aber; Beisatz: Der betreibende Gläubiger hat kein Interesse an der Bewilligung einer Exekution, die gemäß § 39 Abs 1 EO einzustellen ist: (Hier: Nach Bewilligung der Exekution rechtskräftig beseitigter Titel.) (T3)
  • 3 Ob 32/90
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 3 Ob 32/90
    vgl aber; Beis wie T3
  • 3 Ob 4/90
    Entscheidungstext OGH 16.05.1990 3 Ob 4/90
    vgl; Beis wie T3
  • 3 Ob 144/89
    Entscheidungstext OGH 11.07.1990 3 Ob 144/89
    vgl aber; Beis wie T3
  • 3 Ob 1127/93
    Entscheidungstext OGH 15.09.1993 3 Ob 1127/93
    vgl aber; Beis wie T3
  • 3 Ob 63/99g
    Entscheidungstext OGH 30.03.1999 3 Ob 63/99g
    Vgl; Beis ähnlich wie T3 nur: Der betreibende Gläubiger hat kein Interesse an der Bewilligung einer Exekution, die gemäß § 39 Abs 1 EO einzustellen ist. (T4)
  • 3 Ob 29/01p
    Entscheidungstext OGH 20.06.2001 3 Ob 29/01p
    Vgl aber; Beisatz: Dies trifft auf die Einstellung einer Zwangsversteigerung dann nicht zu, solange die Frist des § 208 Abs 1 EO, innerhalb deren die Eintragung eines Pfandrechtes zu gunsten des betreibenden Gläubigers im Rang der Anmerkung der Einleitung des Versteigerungsverfahrens beantragt werden kann, nicht ungenützt abgelaufen ist. (T5)
  • 3 Ob 213/02y
    Entscheidungstext OGH 26.02.2003 3 Ob 213/02y
    Vgl auch; Beisatz: Die Einstellung der Exekution setzt die Rechtskraft der Exekutionsbewilligung keinesfalls voraus. (T6); Veröff: SZ 2003/19
  • 3 Ob 132/05s
    Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 132/05s
    Vgl aber; Beisatz: Bei antragsabweisenden Entscheidungen fällt das eine Voraussetzung für die Zulässigkeit bildende Anfechtungsinteresse (Beschwer) der betreibenden Partei nicht erst nach (rechtskräftiger) Einstellung der Exekution weg, sondern schon dann, wenn der der Exekution zugrunde liegende Titel rechtskräftig beseitigt wurde. In einem solchen Fall ist auf Grund des Antrags der verpflichteten Partei nach §39 Abs1 Z1 EO das Exekutionsverfahren einzustellen. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0001074

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.07.2012

Dokumentnummer

JJR_19741203_OGH0002_0030OB00220_7400000_001