Rechtssatz RS0007532
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0007532
Entscheidungsdatum
09.10.2007
Rechtssatz
Soweit besondere staatsvertragliche Nachlaßabkommen nicht bestehen, wird die Nachlaßabhandlungsjurisdiktion, das heißt die Frage, ob und inwieweit die inländischen Gerichte in Verlassenschaftsangelegenheiten mit Auslandsbezug einzuschreiten haben, vom autonomen österreichischen Recht durch §§ 21 - 25 AußStrG - als Normen internationaler Zuständigkeit - abgegrenzt.Soweit besondere staatsvertragliche Nachlaßabkommen nicht bestehen, wird die Nachlaßabhandlungsjurisdiktion, das heißt die Frage, ob und inwieweit die inländischen Gerichte in Verlassenschaftsangelegenheiten mit Auslandsbezug einzuschreiten haben, vom autonomen österreichischen Recht durch Paragraphen 21, - 25 AußStrG - als Normen internationaler Zuständigkeit - abgegrenzt.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 524/92
Entscheidungstext OGH 11.11.1992 1 Ob 524/92
- 2 Ob 2308/96t
Entscheidungstext OGH 03.10.1996 2 Ob 2308/96t
- 9 Ob 371/97t
Entscheidungstext OGH 26.11.1997 9 Ob 371/97t
- 2 Ob 15/00w
Entscheidungstext OGH 23.11.2000 2 Ob 15/00w
- 1 Ob 43/03k
Entscheidungstext OGH 28.02.2003 1 Ob 43/03k
Vgl; Beisatz: Hier: Die Abhandlungspflege obliegt den libyschen Behörden, weil der Verstorbene keinen Wohnsitz in Österreich hatte. Dies ergibt sich eindeutig aus § 23 Abs 2 AußStrG. (T1)
- 7 Ob 60/03d
Entscheidungstext OGH 10.11.2003 7 Ob 60/03d
- 10 Ob 15/07i
Entscheidungstext OGH 09.10.2007 10 Ob 15/07i
Auch; Beisatz: Auch in Verlassenschaftssachen richtet sich die inländische Gerichtsbarkeit im Sinn der internationalen Zuständigkeit primär nach entsprechenden Staatsverträgen. Nur wenn solche nicht bestehen, kommen die innerstaatlichen Regeln über die internationale Zuständigkeit (inländische Gerichtsbarkeit) zur Anwendung. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0007532
Dokumentnummer
JJR_19921111_OGH0002_0010OB00524_9200000_002