Rechtssatz RS0012428
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0012428
Entscheidungsdatum
27.07.2017
Rechtssatz
Nicht jede geistige Erkrankung schließt die Testierfähigkeit aus, ebensowenig eine bloße Abnahme der geistigen Kräfte; Vollbesitz der geistigen Kräfte und volle Kenntnis der Tragweite der Anordnung sind nicht erforderlich.
Entscheidungstexte
- 9 Ob 710/91
Entscheidungstext OGH 28.08.1991 9 Ob 710/91
Veröff: SZ 64/111 = NZ 1992,294
- 6 Ob 244/99x
Entscheidungstext OGH 25.11.1999 6 Ob 244/99x
Vgl auch; Veröff: SZ 72/197
- 6 Ob 317/01p
Entscheidungstext OGH 31.01.2002 6 Ob 317/01p
- 1 Ob 28/03d
Entscheidungstext OGH 14.10.2003 1 Ob 28/03d
- 9 Ob 124/04g
Entscheidungstext OGH 17.11.2004 9 Ob 124/04g
- 6 Ob 129/05x
Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 129/05x
Auch; Beisatz: Hier: Zu § 569 ABGB idF vor dem KindRÄG 2001. Umfang der Prüfpflicht des Notars. (T1); Beisatz: An die Testierfähigkeit legt die Rechtsprechung weniger strenge Maßstäbe an als an die Geschäftsfähigkeit. Richtschnur für die Bejahung der Testierfähigkeit sind die kognitiven Fähigkeiten eines 14-Jährigen. Nicht jede geistige Erkrankung oder bloße Abnahme der geistigen Kräfte schließt die Testierfähigkeit aus. Es darf nur nicht die Freiheit der Willensbildung aufgehoben sein, insbesondere etwa infolge von Wahnvorstellungen. Jedenfalls muss immer das Bewusstsein vorliegen, ein Testament zu errichten. (T2)
- 6 Ob 206/11d
Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 206/11d
Vgl
- 2 Ob 162/16m
Entscheidungstext OGH 27.07.2017 2 Ob 162/16m
Veröff: SZ 2017/83
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0012428
Zuletzt aktualisiert am
19.06.2020
Dokumentnummer
JJR_19910828_OGH0002_0090OB00710_9100000_004