Rechtssatz RS0012934
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0012934
Entscheidungsdatum
26.02.2026
Norm
ABGB §785
ABGB §951
ABGB §1487
AnerbenG §18
Krnt HöfeG §9 Abs2
Krnt HöfeG §14
Krnt HöfeG §14a
Krnt HöfeG §21
Krnt HöfeG §22
Tir HöfeG §25
Rechtssatz
Bei einer Erbhofübergabe unter Lebenden ist nicht nur der Rechtssatz des § 9 Abs 2 Krnt HöfeG, dass der Übernahmspreis unter Bedachtnahme auf das weitere Wohlbestehen des Übernehmers auf dem Hof festzusetzen ist, analog anwendbar, sondern auch die Vorschrift des § 14 a über die Nachtragserbteilung im Fall einer Veräußerung des Hofes durch den Übernehmer.Bei einer Erbhofübergabe unter Lebenden ist nicht nur der Rechtssatz des Paragraph 9, Absatz 2, Krnt HöfeG, dass der Übernahmspreis unter Bedachtnahme auf das weitere Wohlbestehen des Übernehmers auf dem Hof festzusetzen ist, analog anwendbar, sondern auch die Vorschrift des Paragraph 14, a über die Nachtragserbteilung im Fall einer Veräußerung des Hofes durch den Übernehmer.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 21/65
Entscheidungstext OGH 31.03.1965 1 Ob 21/65
SZ 38/47 = EvBl 1965/342 S 523 = JBl 1966,37
- 1 Ob 194/68
Entscheidungstext OGH 03.09.1968 1 Ob 194/68
nur: Bei einer Erbhofübergabe unter Lebenden ist der Rechtssatz des § 9 Abs 2 Krnt HöfeG, dass der Übernahmspreis unter Bedachtnahme auf das weitere Wohlbestehen des Übernehmers auf dem Hof festzusetzen ist, analog anwendbar. (T1) = RZ 1969,14 = NZ 1969,102
- 8 Ob 196/68
Entscheidungstext OGH 17.09.1968 8 Ob 196/68
nur T1
- 1 Ob 184/72
Entscheidungstext OGH 30.08.1972 1 Ob 184/72
nur T1; SZ 45/89
- 4 Ob 566/72
Entscheidungstext OGH 05.09.1972 4 Ob 566/72
nur T1
- 6 Ob 6/83
Entscheidungstext OGH 30.06.1983 6 Ob 6/83
Auch; SZ 56/117
- 6 Ob 5/86
Entscheidungstext OGH 20.03.1986 6 Ob 5/86
Vgl auch
- 6 Ob 7/95
Entscheidungstext OGH 23.03.1995 6 Ob 7/95
nur: Bei einer Erbhofübergabe unter Lebenden ist auch die Vorschrift des § 14 a über die Nachtragserbteilung im Fall einer Veräußerung des Hofes durch den Übernehmer. (T2); Beisatz: Nunmehr § 21 Krnt HöfeG. (T3)
- 6 Ob 292/03i
Entscheidungstext OGH 29.01.2004 6 Ob 292/03i
Veröff: SZ 2004/16
- 6 Ob 275/07w
Entscheidungstext OGH 26.11.2008 6 Ob 275/07w
Vgl; Beisatz: Wird ein Erbhof schon zu Lebzeiten des Erblassers an eine dem Kreis der gesetzlichen Erben angehörende Person übergeben und ist das übergebene Vermögen zumindest teilweise als Schenkung zu qualifizieren, so sind die materiell-rechtlichen Grundsätze des anerbenrechtlichen Instituts der Nachtragserbteilung (§ 18 AnerbenG, § 25 Tir HöfeG, §§ 21 und 22 Krnt ErbhöfeG 1990) analog anzuwenden (6 Ob 292/03i; 6 Ob 359/97f; 6 Ob 7/95). (T4); Beisatz: Das Recht, eine Nachtragserbteilung zu fordern, ist auf die weichenden Mit- und Noterben des Erblassers sowie auf deren gesetzliche Erben beschränkt (§ 18 Abs 4 AnerbenG; § 25 Abs 5 in Verbindung mit § 26 Abs 3 Tir HöfeG; § 22 Abs 2 Krnt ErbhöfeG 1990). Hinter diesem formellen Antragsrecht steht das materielle Recht dieser Beteiligten, an einem bei einem Verkauf erzielbaren Erlös teilzuhaben. (T5); Beisatz: Personen, die dem genannten Kreis nicht angehören, können daher bei einer Nachtragserbteilung nicht berücksichtigt werden. Für sie kommt auch eine analoge Anwendung dieser Regelungen nicht in Betracht (6 Ob 7/95). (T6); Veröff: SZ 2008/177
- 6 Ob 140/11y
Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 140/11y
- 2 Ob 129/16h
Entscheidungstext OGH 27.07.2017 2 Ob 129/16h
Auch; Veröff: SZ 2017/82
- 2 Ob 202/17w
Entscheidungstext OGH 27.02.2018 2 Ob 202/17w
- 2 Ob 83/21a
Entscheidungstext OGH 14.12.2021 2 Ob 83/21a
Anm: Veröff: SZ 2021/108
- 2 Ob 9/24y
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.03.2024 2 Ob 9/24y
vgl; Beisatz: Hier zum AnerbenG. (T7)
- 2 Ob 101/24b
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.11.2024 2 Ob 101/24b
vgl; Beisatz wie T4
- 2 Ob 15/26h
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.02.2026 2 Ob 15/26h
Beisatz wie T4: Wird ein Erbhof mit dem Zweck übergeben, dass die Landwirtschaft ungeteilt in der Hand des Übernehmers fortgeführt wird, ist für die Pflichtteilsbemessung der anerbenrechtliche Wohlbestehensgrundsatz maßgeblich, wenn der Übernehmer bei einer entsprechenden Rechtsnachfolge von Todes wegen in Bezug auf den Erbhof (hypothetisch) als Anerbe anzusehen wäre. (T8)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0012934
Zuletzt aktualisiert am
01.06.2026
Dokumentnummer
JJR_19650331_OGH0002_0010OB00021_6500000_001