Rechtssatz RS0014126
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0014126
Entscheidungsdatum
06.03.2023
Rechtssatz
Bloßes Stillschweigen kann unter besonderen Umständen die Bedeutung einer Zustimmung gewinnen. Entscheidend ist, dass der Erklärungsempfänger dem Schweigen seines Partners schlechterdings keine andere Bedeutung als jene der Zustimmung beilegen kann.
Anmerkung
Dieser Rechtssatz entspricht inhaltlich dem RS0014128. In Hinkunft wird nur mehr der gegenständliche Rechtssatz weitergeführt, während beim aufgelassenen RS0014128 keine weiteren Indizierungen erfolgen. Es sollte künftig nur mehr der vorliegende Rechtssatz zitiert werden.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 14/74
Entscheidungstext OGH 07.02.1974 7 Ob 14/74
Veröff: ImmZ 1975,73 = MietSlg 26053
- 7 Ob 741/80
Entscheidungstext OGH 11.12.1980 7 Ob 741/80
- 7 Ob 627/81
Entscheidungstext OGH 02.07.1981 7 Ob 627/81
- 5 Ob 740/81
Entscheidungstext OGH 01.12.1981 5 Ob 740/81
- 7 Ob 603/84
Entscheidungstext OGH 30.08.1984 7 Ob 603/84
nur: Entscheidend ist, dass der Erklärungsempfänger dem Schweigen seines Partners schlechterdings keine andere Bedeutung als jene der Zustimmung beilegen kann. (T1)
- 9 ObA 187/93
Entscheidungstext OGH 11.08.1993 9 ObA 187/93
Auch; nur: Bloßes Stillschweigen kann unter besonderen Umständen die Bedeutung einer Zustimmung gewinnen. (T2)
Beisatz: Als Zustimmung ist bloßes Schweigen aber ausnahmsweise dann zu werten, wenn wegen einer Sonderrechtsbeziehung eine Pflicht zum Widerspruch besteht. (T3)
- 7 Ob 2027/96f
Entscheidungstext OGH 13.03.1996 7 Ob 2027/96f
- 5 Ob 337/98i
Entscheidungstext OGH 12.01.1999 5 Ob 337/98i
Vgl auch; nur T2; Beisatz: Es ist dabei besondere Vorsicht geboten (EvBl 1997/147; WoBl 1997, 245/99 ua). (T4)
- 10 Ob 99/02k
Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 Ob 99/02k
Vgl auch; nur T2; Beis wie T3; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Eine Verpflichtung aus einem Stillschweigen kann jedenfalls dann nicht angenommen werden, wenn der Geschäftspartner, der eine solche Verpflichtung des anderen Geschäftspartners in Anspruch nimmt, nach den besonderen Umständen des Falles nach Treu und Glauben selbst an erster Stelle zum Reden verpflichtet gewesen wäre (HS 3101). (T5)
- 3 Ob 248/04y
Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 248/04y
Vgl auch; Beisatz: Bloßes Schweigen löst keine Zustimmungsfiktion aus. (T6)
- 5 Ob 167/05b
Entscheidungstext OGH 20.12.2005 5 Ob 167/05b
nur T1; nur T2; Beis wie T3
- 2 Ob 136/07z
Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 136/07z
nur T1; Veröff: SZ 2008/11
- 3 Ob 182/11b
Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 182/11b
- 5 Ob 253/12k
Entscheidungstext OGH 16.07.2013 5 Ob 253/12k
nur T1
- 5 Ob 234/13t
Entscheidungstext OGH 21.02.2014 5 Ob 234/13t
- 8 Ob 95/15a
Entscheidungstext OGH 29.09.2015 8 Ob 95/15a
Beisatz: Diese Beurteilung hängt typisch von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. (T7)
- 7 Ob 226/14g
Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 226/14g
- 8 Ob 130/17a
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 130/17a
- 5 Ob 182/20f
Entscheidungstext OGH 18.03.2021 5 Ob 182/20f
- 8 ObA 75/22w
Entscheidungstext OGH 24.10.2022 8 ObA 75/22w
- 5 Ob 131/22h
Entscheidungstext OGH 06.03.2023 5 Ob 131/22h
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0014126
Zuletzt aktualisiert am
11.04.2023
Dokumentnummer
JJR_19740207_OGH0002_0070OB00014_7400000_002