Rechtssatz RS0014836
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0014836
Entscheidungsdatum
21.10.2015
Rechtssatz
Den Verkäufer einer Ware trifft nur dann eine besondere Aufklärungs- und Warnpflicht, wenn diese Pflicht entweder vertraglich übernommen wurde, oder wenn sich diese gemäß der Verkehrssitte oder auf Grund eines Handelsbrauches als nötig erweist.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 651/82
Entscheidungstext OGH 12.01.1983 3 Ob 651/82
Veröff: JBl 1984,41
- 1 Ob 620/83
Entscheidungstext OGH 15.06.1983 1 Ob 620/83
- 1 Ob 603/84
Entscheidungstext OGH 27.06.1984 1 Ob 603/84
Auch
- 7 Ob 561/85
Entscheidungstext OGH 13.06.1985 7 Ob 561/85
Ähnlich; Veröff: RdW 1985,370
- 7 Ob 542/86
Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 542/86
Auch
- 6 Ob 27/05x
Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 27/05x
Beisatz: Hier: Keine Aufklärungspflicht, wenn bei gleichen Fachkenntnissen der Käufer keinen Verwendungszweck nennt, keine besonderen Eigenschaften des Materials forderte und der Verkäufer nicht beratend tätig wurde. (T1)
- 10 Ob 12/07y
Entscheidungstext OGH 17.04.2007 10 Ob 12/07y
- 10 Ob 65/07t
Entscheidungstext OGH 26.06.2007 10 Ob 65/07t
Beisatz: Beispielsweise ist die Aufklärungspflicht dann zu bejahen, wenn der Käufer beim Vertragsgespräch auf einen bestimmten Punkt besonderen Wert legte oder der Verkäufer aufgrund seiner überlegenen Fachkenntnisse zugleich auch beratend tätig wurde. (T2)
- 10 Ob 8/11s
Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 Ob 8/11s
- 7 Ob 94/14w
Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 94/14w
- 2 Ob 234/14x
Entscheidungstext OGH 21.10.2015 2 Ob 234/14x
Beisatz: Hier wurde beim telefonischen Vertragsabschluss über die Frost‑Tau‑Beständigkeit und Salzkristallisationsbeständigkeit bzw den der klagenden Partei bekannten Unterschied zwischen Wurf‑ und Wasserbausteinen nicht gesprochen. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0014836
Zuletzt aktualisiert am
11.12.2015
Dokumentnummer
JJR_19830112_OGH0002_0030OB00651_8200000_001