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Rechtssatz RS0016209×

Rechtssatz RS0016209

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0016209

Entscheidungsdatum

13.12.2022

Rechtssatz

Bei Irrtumsveranlassung durch Unterlassung gebotener Aufklärung wird Kausalität (hier: für den Nichtabschluss des Vertrages überhaupt) vermutet; eine Widerlegung dieser Vermutung hat durch die hiefür behauptungspflichtige und beweispflichtige Gegnerin der den Irrtum geltend machenden Partei zu erfolgen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 1558/92
    Entscheidungstext OGH 01.09.1992 5 Ob 1558/92
  • 8 Ob 502/93
    Entscheidungstext OGH 25.03.1993 8 Ob 502/93
    Vgl aber; Beisatz: Auch in einem derartigen Fall muss die Kausalität des Irrtums für die Erklärung des Irrenden geprüft werden. Der Gegner der den Irrtum geltend machenden Partei hat darzulegen und zu beweisen, dass seinem Fehlverhalten keine Relevanz zukommt. (T1)
    Veröff: SZ 66/41
  • 6 Ob 146/97g
    Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 146/97g
  • 7 Ob 169/99z
    Entscheidungstext OGH 14.12.1999 7 Ob 169/99z
    Vgl auch; nur: Kausalität (hier: für den Nichtabschluss des Vertrages überhaupt) vermutet. (T2)
  • 1 Ob 23/04w
    Entscheidungstext OGH 22.03.2004 1 Ob 23/04w
    Beisatz: Der Anfechtungsgegner trägt die Behauptungslast und Beweislast dafür, dass das angefochtene Rechtsgeschäft auch dann abgeschlossen worden wäre, wenn er den Vertragspartner über den wahren Sachverhalt aufgeklärt hätte, dass also die Verletzung der Aufklärungspflicht keinen wesentlichen Irrtum bewirkt habe. (T3)
  • 9 Ob 66/06f
    Entscheidungstext OGH 11.08.2006 9 Ob 66/06f
    Beis wie T3
  • 3 Ob 111/09h
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 111/09h
  • 8 Ob 25/10z
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 25/10z
    Veröff: SZ 2010/113
  • 3 Ob 205/10h
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 205/10h
  • 4 Ob 20/11m
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 20/11m
    Vgl auch
  • 3 Ob 112/19w
    Entscheidungstext OGH 04.11.2019 3 Ob 112/19w
    Vgl; Beis wie T3; Veröff: SZ 2019/103
  • 2 Ob 222/22v
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 2 Ob 222/22v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0016209

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.02.2023

Dokumentnummer

JJR_19920901_OGH0002_0050OB01558_9200000_001