Rechtssatz RS0019039
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0019039
Entscheidungsdatum
26.05.2021
Rechtssatz
Das Klagebegehren hat grundsätzlich auf Zahlung des Ausfalles am Pflichtteil bei Exekution in die geschenkte Sache zu lauten. Besitzt der Beschenkte die geschenkte Sache nicht mehr, so hat das Klagebegehren nur auf Zahlung des Ausfalles am Pflichtteil zu lauten.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 608/88
Entscheidungstext OGH 07.12.1988 8 Ob 608/88
Veröff: JBl 1989,377
- 1 Ob 1592/95
Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 1592/95
Vgl
- 5 Ob 526/95
Entscheidungstext OGH 24.10.1995 5 Ob 526/95
Vgl; Beisatz: Keine Beschränkung in Ansehung des Exekutionsobjektes hat stattzufinden, wenn der Beschenkte die geschenkte Sache deshalb nicht mehr besitzt, weil er sie im Sinne des § 952 ABGB unredlicherweise aus dem Besitz gelassen hat (unredlich ist insbesondere die Veräußerung der geschenkten Sache nach der Klagszustellung).(T1)
- 7 Ob 2373/96p
Entscheidungstext OGH 04.06.1997 7 Ob 2373/96p
Veröff: SZ 70/107
- 6 Ob 232/09z
Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 232/09z
Vgl auch
- 2 Ob 129/16h
Entscheidungstext OGH 27.07.2017 2 Ob 129/16h
Veröff: SZ 2017/82
- 2 Ob 199/20h
Entscheidungstext OGH 26.05.2021 2 Ob 199/20h
Beisatz: Hier: Verkauf der geschenkten Sache am Tag nach Tod des Erblassers in Kenntnis, dass ein Pflichtteilsverzicht ausgeschlagen wurde. (T2)
Anm: Veröff: SZ 2021/49
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0019039
Zuletzt aktualisiert am
04.05.2023
Dokumentnummer
JJR_19881207_OGH0002_0080OB00608_8800000_001