Rechtssatz RS0022278
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0022278
Geschäftszahl
8Ob302/64; 7Ob180/69; 5Ob229/69; 7Ob241/72; 1Ob123/75; 7Ob685/81; 4Ob566/81; 2Ob592/84; 4Ob545/87; 3Ob508/92; 4Ob585/95
Entscheidungsdatum
05.12.1995
Rechtssatz
Im Falle einer Eheschließung ohne Wissen der Eltern genügt es, wenn der Dotationspflichtige nachweist, er hätte zureichende Gründe gehabt, die Ehe zu mißbilligen, es sei denn, er hätte in der Zwischenzeit den Eheabschluß ausdrücklich oder stillschweigend gebilligt.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 302/64
Entscheidungstext OGH 13.10.1964 8 Ob 302/64
Veröff: EvBl 1965/67 S 101 = SZ 37/142
- 7 Ob 180/69
Entscheidungstext OGH 15.10.1969 7 Ob 180/69
Veröff: EFSlg 11723
- 5 Ob 229/69
Entscheidungstext OGH 22.10.1969 5 Ob 229/69
Veröff: EFSlg 11722
- 7 Ob 241/72
Entscheidungstext OGH 25.10.1972 7 Ob 241/72
- 1 Ob 123/75
Entscheidungstext OGH 02.07.1975 1 Ob 123/75
- 7 Ob 685/81
Entscheidungstext OGH 06.08.1981 7 Ob 685/81
auch
- 4 Ob 566/81
Entscheidungstext OGH 03.11.1981 4 Ob 566/81
- 2 Ob 592/84
Entscheidungstext OGH 28.08.1984 2 Ob 592/84
Auch; Beisatz: Der Fall der Eheschließung ohne Wissen der Eltern wird jenem der Eheschließung gegen den Willen der Eltern gleichgestellt. (T1)
- 4 Ob 545/87
Entscheidungstext OGH 30.07.1987 4 Ob 545/87
Vgl auch
- 3 Ob 508/92
Entscheidungstext OGH 16.09.1992 3 Ob 508/92
vgl auch
Anm: Veröff: SZ 65/119 = ÖVA 1993,74
- 4 Ob 585/95
Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 585/95
Vgl aber; Beisatz: Maßgebend ist, ob der den Mißbilligungsgrund bildende Tatbestand im Zeitpunkt der Eheschließung vorlag. Nach der ausdrücklichen gesetzlichen Anordnung bleiben die Wirkungen der Mißbilligung auch dann bestehen, wenn die Eltern "in der Folge" die mißbilligte Ehe genehmigen. (T2) Veröff: SZ 68/232
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0022278
Zuletzt aktualisiert am
26.03.2024
Dokumentnummer
JJR_19641013_OGH0002_0080OB00302_6400000_001