Rechtssatz RS0028566
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0028566
Entscheidungsdatum
19.03.2024
Rechtssatz
Der Gehilfe muss mit Willen des Schuldners im Rahmen der dem Schuldner obliegenden Verbindlichkeit tätig werden und es muss sich um einen Schaden handeln, der durch den Gehilfen bei der Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen zugefügt wurde.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 514/80
Entscheidungstext OGH 23.04.1980 3 Ob 514/80
- 6 Ob 696/81
Entscheidungstext OGH 11.11.1981 6 Ob 696/81
Auch; Veröff: JBl 1982,654
- 8 Ob 530/81
Entscheidungstext OGH 03.12.1981 8 Ob 530/81
Veröff: JBl 1983,255 = ZVR 1982/266 S 236
- 4 Ob 578/81
Entscheidungstext OGH 14.09.1982 4 Ob 578/81
Beisatz: Der Schuldner braucht nur dann für den Dritten zu haften, wenn er auf dessen Verwendung im Rahmen des Vertragsverhältnisses Einfluss hatte. (T1) Veröff: SZ 55/123
- 3 Ob 610/83
Entscheidungstext OGH 30.11.1983 3 Ob 610/83
Auch
- 8 Ob 1547/93
Entscheidungstext OGH 22.04.1993 8 Ob 1547/93
Vgl auch
- 10 Ob 528/94
Entscheidungstext OGH 09.04.1996 10 Ob 528/94
nur: Der Gehilfe muss mit Willen des Schuldners im Rahmen der dem Schuldner obliegenden Verbindlichkeit tätig werden. (T2) Beisatz: Nicht jedes Gehilfenverhalten kann als Erfüllungshandlung des Geschäftsherrn angesehen werden. Es ist zu prüfen, ob der auskunftserteilende Angestellte zur Erfüllung (des Auskunftsvertrages) berufen war oder doch in zurechenbarer Weise ein entsprechender Anschein erweckt wurde. (T3)
Veröff: SZ 69/86
- 3 Ob 164/06y
Entscheidungstext OGH 30.11.2006 3 Ob 164/06y
Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Schuldner hat dem Gläubiger die Beiziehung einer bestimmten Person als Baumeister vorgschlagen - den Auftrag an den Baumeister erteilte der Gläubiger selbst. (T4)
- 10 Ob 96/08b
Entscheidungstext OGH 22.12.2008 10 Ob 96/08b
Auch; Beisatz: Der Geschäftsherr hat auch für jene Personen einzustehen, für die der Anschein der Gehilfenstellung besteht (Anscheinserfüllungsgehilfe). Dabei genügt, dass der Geschäftsherr in zurechenbarer Weise den Anschein einer Erfüllungsgehilfeneigenschaft erweckt. (T5)
- 4 Ob 35/10s
Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 35/10s
- 10 Ob 16/11t
Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 Ob 16/11t
Auch; Beis wie T1
- 4 Ob 129/12t
Entscheidungstext OGH 17.12.2012 4 Ob 129/12t
nur T2; Beis wie T5; Veröff: SZ 2012/139
- 8 Ob 66/12g
Entscheidungstext OGH 05.04.2013 8 Ob 66/12g
Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Selbstständige Vermögensberaterin. (T6); Veröff: SZ 2013/33
- 2 Ob 4/13x
Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
Auch; nur T2
- 1 Ob 150/13k
Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 150/13k
Auch
- 2 Ob 223/14d
Entscheidungstext OGH 06.08.2015 2 Ob 223/14d
Beis wie T1
- 8 Ob 62/16z
Entscheidungstext OGH 30.08.2016 8 Ob 62/16z
Auch; nur T2
- 6 Ob 146/18s
Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 146/18s
Veröff: SZ 2018/67
- 6 Ob 185/18a
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 185/18a
- 8 Ob 116/22z
Entscheidungstext OGH 23.02.2023 8 Ob 116/22z
vgl; Beisatz: Voraussetzung der Gehilfeneigenschaft ist die Eingliederung der betreffenden Person in den Herrschafts- und/oder Organisationsbereich des potentiell nach § 1315 ABGB zu Belangenden. (T7)
Beisatz: Eine Haftung des Geschäftsherrn kommt daher nur in Betracht, wenn der Gehilfe in dessen Aufgaben- und Verantwortungsbereich tätig geworden ist. (T8)
Beisatz: Die Zurechnung erfordert weiters einen inneren Zusammenhang zwischen dem übertragenen Aufgabengebiet und der Untüchtigkeit des Gehilfen. (T9)
Beisatz: Hier: Unmittelbarer Schädiger war nicht im Auftrag der Beklagten tätig. (T10)
- 4 Ob 40/24x
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.03.2024 4 Ob 40/24x
Beisatz: Es ist unschädlich, dass zwischen dem Geschäftsherrn und Gehilfen kein Vertretungsverhältnis vorliegt. (T11)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0028566
Zuletzt aktualisiert am
24.06.2024
Dokumentnummer
JJR_19800423_OGH0002_0030OB00514_8000000_002