Rechtssatz RS0031173
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0031173
Entscheidungsdatum
28.04.2015
Rechtssatz
Ein Betrag in der Größenordnung von S 1 Million kann bei der Schmerzengeldbemessung nicht als Obergrenze angesehen werden. Die Annahme einer starren Obergrenze fände im Gesetz keine Deckung, würde den Umständen des Einzelfalles nicht immer gerecht werden können und ließe es nicht zu, geänderten Verhältnissen Rechnung zu tragen. Der Zuspruch höherer Beträge als bisher kann insbesondere seine Grundlage in einer Änderung des Geldwertes haben.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 55/91
Entscheidungstext OGH 27.11.1991 2 Ob 55/91
Veröff: ZVR 1992/99 S 217
- 6 Ob 535/92
Entscheidungstext OGH 23.04.1992 6 Ob 535/92
- 2 Ob 66/92
Entscheidungstext OGH 14.01.1993 2 Ob 66/92
Auch; Beisatz: S 1500000,-- (T1)
Veröff: ZVR 1993/150 S 339
- 2 Ob 60/92
Entscheidungstext OGH 25.11.1992 2 Ob 60/92
Beisatz: Hier: Zuspruch von S 1300000,-- (T2)
- 10 Ob 505/95
Entscheidungstext OGH 28.02.1995 10 Ob 505/95
Auch; Beisatz: Hier: Zuspruch von S 1400000,-- (T3)
- 9 Ob 147/00h
Entscheidungstext OGH 12.07.2000 9 Ob 147/00h
nur: Die Annahme einer starren Obergrenze fände im Gesetz keine Deckung. (T4)
Beisatz: Hier: S 400.000,- bei langjährig fortgesetzten sexuellem Missbrauch eines Kindes. (T5)
- 5 Ob 175/14t
Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 175/14t
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0031173
Zuletzt aktualisiert am
24.06.2015
Dokumentnummer
JJR_19911127_OGH0002_0020OB00055_9100000_001