Rechtssatz RS0033232
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0033232
Entscheidungsdatum
18.09.2025
Rechtssatz
Aus dem Wortlaut dieser Bestimmung geht klar hervor, dass das Gesetz den Erfüllungswillen zur Herbeiführung der Erfüllungswirkung nicht voraussetzt. Diese Theorie der "realen Leistungsbewirkung" wird bisweilen dahin ausgedrückt, dass dann, wenn der Bezug auf die bestimmte Schuld offenkundig ist, die Herbeiführung des Leistungserfolges durch eine Leistungshandlung des Schuldners (oder seines Erfüllungsgehilfen, gegebenenfalls auch eines Dritten), die in jeder Weise der geschuldeten entspricht, zur Erfüllung genügt.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 555/89
Entscheidungstext OGH 27.06.1989 4 Ob 555/89
Veröff: WBl 1989,340 = RdW 1989,364
- 3 Ob 530/94
Entscheidungstext OGH 23.03.1994 3 Ob 530/94
Veröff. SZ 67/48
- 6 Ob 563/94
Entscheidungstext OGH 28.04.1994 6 Ob 563/94
- 3 Ob 505/95
Entscheidungstext OGH 25.01.1995 3 Ob 505/95
Vgl; nur: Theorie der "realen Leistungsbewirkung". (T1) Veröff: SZ 68/13
- 6 Ob 187/02x
Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 187/02x
Vgl auch
- 5 Ob 174/04f
Entscheidungstext OGH 14.09.2004 5 Ob 174/04f
- 8 Ob 130/07m
Entscheidungstext OGH 28.04.2008 8 Ob 130/07m
Vgl; Beisatz: Ist der Bezug auf die bestimmte Schuld offenkundig, genügt die Herbeiführung des Leistungserfolgs durch eine Leistungshandlung des Schuldners, die in jeder Weise der geschuldeten entspricht, zur Erfüllung. (T2); Veröff: SZ 2008/56
- 3 Ob 16/25m
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.05.2025 3 Ob 16/25m
vgl
- 2 Ob 58/25f
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.09.2025 2 Ob 58/25f
Beisatz wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0033232
Zuletzt aktualisiert am
21.10.2025
Dokumentnummer
JJR_19890627_OGH0002_0040OB00555_8900000_001