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Rechtssatz RS0033550×

Rechtssatz RS0033550

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0033550

Geschäftszahl

3Ob522/54; 3Ob686/54; 5Ob347/62; 5Ob3/65; 8Ob273/68; 7Ob194/68; 6Ob233/69; 5Ob130/73; 1Ob519/76; 5Ob590/76; 2Ob212/79; 8Ob503/80 (8Ob504/80); 6Ob692/80; 1Ob506/81; 3Ob604/80; 5Ob535/81; 5Ob599/85; 6Ob190/00k

Entscheidungsdatum

30.08.2000

Rechtssatz

Bei der irrtümlichen Zahlung einer fremden Schuld findet die Rückzahlung nur wegen eines Irrtums über die Gültigkeit des Rechtstitels des Gläubigers statt (Einwendungen aus dem Valutaverhältnis), nicht dagegen wegen eines Irrtums, der im Verhältnis zwischen dem Schuldner und dem Leistenden (Deckungsverhältnis) unterlaufen ist, es sei denn, daß der Empfänger der Leistung von dem Irrtum Kenntnis hatte oder haben mußte. Von letzterem Fall abgesehen, kann sich der Leistende immer nur an den halten, für den er zu Unrecht geleistet hat und nicht an den gutgläubigen Leistungsempfänger (A ein Angestellter des B bezahlt seine Privatschulden bei C durch betrügerisch, dem B herausgelockte Unterschrift auf Girosammelanweisung - Rückforderung des B gegen C wurde verneint).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 522/54
    Entscheidungstext OGH 08.09.1954 3 Ob 522/54
    Veröff: EvBl 1954/354 S 534 = SZ 27/221
  • 3 Ob 686/54
    Entscheidungstext OGH 29.12.1954 3 Ob 686/54
  • 5 Ob 347/62
    Entscheidungstext OGH 14.02.1963 5 Ob 347/62
  • 5 Ob 3/65
    Entscheidungstext OGH 11.03.1965 5 Ob 3/65
  • 8 Ob 273/68
    Entscheidungstext OGH 12.11.1968 8 Ob 273/68
    nur: Bei der irrtümlichen Zahlung einer fremden Schuld findet die Rückzahlung nur wegen eines Irrtums über die Gültigkeit des Rechtstitels des Gläubigers statt (Einwendungen aus dem Valutaverhältnis). (T1)
  • 7 Ob 194/68
    Entscheidungstext OGH 27.11.1968 7 Ob 194/68
    Veröff: SZ 41/163
  • 6 Ob 233/69
    Entscheidungstext OGH 08.10.1969 6 Ob 233/69
  • 5 Ob 130/73
    Entscheidungstext OGH 12.09.1973 5 Ob 130/73
    nur: Bei der irrtümlichen Zahlung einer fremden Schuld findet die Rückzahlung nur wegen eines Irrtums über die Gültigkeit des Rechtstitels des Gläubigers statt (Einwendungen aus dem Valutaverhältnis), nicht dagegen wegen eines Irrtums, der im Verhältnis zwischen dem Schuldner und dem Leistenden (Deckungsverhältnis) unterlaufen ist, es sei denn, daß der Empfänger der Leistung von dem Irrtum Kenntnis hatte oder haben mußte. (T2) Beisatz: Dem gutgläubigen Leistungsempfänger gegenüber kann also tatsächlich kein Rückforderungsanspruch erhoben werden, der Leistende muß sich in einem solchen Fall an den Schuldner halten. (SZ 25/243). (T3) Veröff: ImmZ 1973,317
  • 1 Ob 519/76
    Entscheidungstext OGH 18.02.1976 1 Ob 519/76
    nur: Von letzterem Fall abgesehen, kann sich der Leistende immer nur an den halten, für den er zu Unrecht geleistet hat und nicht an den gutgläubigen Leistungsempfänger. (T4)
  • 5 Ob 590/76
    Entscheidungstext OGH 15.06.1976 5 Ob 590/76
    nur T4
  • 2 Ob 212/79
    Entscheidungstext OGH 22.01.1980 2 Ob 212/79
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Voraussetzungen eines Rückforderungsanspruches nach § 1431 ABGB sind das Fehlen der Verbindlichkeit, auf die geleistet wurde, und ein Irrtum des Leistenden über ihren Bestand. (T5) Veröff: VersR 1981,144
  • 8 Ob 503/80
    Entscheidungstext OGH 24.04.1980 8 Ob 503/80
  • 6 Ob 692/80
    Entscheidungstext OGH 21.01.1981 6 Ob 692/80
  • 1 Ob 506/81
    Entscheidungstext OGH 04.03.1981 1 Ob 506/81
    nur T4; Beisatz: Ein Leistungsausgleich wegen irrtümlicher Zahlung ist nur zwischen den Parteien des Leistungsverhältnisses vorzunehmen (hier: Bank als bloße Zahlstelle). (T6) Veröff: RZ 1982/21 S 61 = SZ 54/28
  • 3 Ob 604/80
    Entscheidungstext OGH 26.08.1981 3 Ob 604/80
  • 5 Ob 535/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 535/81
    Vgl auch; Veröff: SZ 54/148
  • 5 Ob 599/85
    Entscheidungstext OGH 11.02.1986 5 Ob 599/85
    nur T4; Beis wie T6
  • 6 Ob 190/00k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 190/00k
    Auch; nur T4; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0033550

Dokumentnummer

JJR_19540908_OGH0002_0030OB00522_5400000_001