Rechtssatz RS0037520
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0037520
Entscheidungsdatum
21.06.2022
Rechtssatz
Die für Prozesshandlungen in der Regel gegebene Widerrufbarkeit besteht nur, solange der Gegner daraus noch nicht unmittelbare Rechte erlangt hat.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 103/88
Entscheidungstext OGH 19.10.1988 3 Ob 103/88
Veröff: RZ 1990/14 S 44
- 3 Ob 26/89
Entscheidungstext OGH 15.03.1989 3 Ob 26/89
Auch; Veröff: ÖBA 1989,1126
- 3 Ob 44/95
Entscheidungstext OGH 12.07.1995 3 Ob 44/95
Beisatz: Oder die Prozesshandlung noch nicht Gegenstand einer gerichtlichen Entscheidung geworden ist oder das Gesetz sie ausdrücklich für unwiderruflich erklärt. (T1)
- 1 Ob 418/97w
Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 418/97w
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Aus der Zurückziehung des Fortsetzungsantrags durch den Kläger erlangt die beklagte Partei unmittelbar Rechte, nämlich dass eine Verfahrensfortsetzung aufgrund des Antrags des Klägers nicht mehr stattfinden darf. (T2)
- 1 Ob 99/06z
Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 99/06z
Auch; Beisatz: Eine wirksam vorgenommene Prozesshandlung ist unwiderruflich, sofern sie bereits zum Gegenstand einer Entscheidung gemacht wurde. (T3)
- 8 Ob 139/09p
Entscheidungstext OGH 19.11.2009 8 Ob 139/09p
Beis wie T1; Beisatz: Hier: Zurückziehung eines Antrags auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung (einstweiliger Unterhalt). (T4)
- 3 Ob 240/19v
Entscheidungstext OGH 26.02.2020 3 Ob 240/19v
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3
- 10 ObS 75/22k
Entscheidungstext OGH 21.06.2022 10 ObS 75/22k
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Die Rücknahme einer Zuordnungserklärung nach § 8 Abs 1 Z 2 KBGG im Rahmen des Gerichtsverfahrens ist daher grundsätzlich möglich. (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0037520
Zuletzt aktualisiert am
07.09.2022
Dokumentnummer
JJR_19881019_OGH0002_0030OB00103_8800000_002