Rechtssatz RS0046272
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0046272
Entscheidungsdatum
19.12.1996
Rechtssatz
Nach der "Indikationentheorie" ist die inländische Gerichtsbarkeit zunächst indiziert, wenn ein gesetzlicher Tatbestand der örtlichen Zuständigkeit erfüllt ist; das erspart aber nicht die weitere Prüfung, ob die durch den vorliegenden Gerichtsstand repräsentierte Inlandsbeziehung auch insgesamt für die Bejahung des inländischen Justizbedürfnisses ausreicht.
Entscheidungstexte
- 9 ObA 132/89
Entscheidungstext OGH 24.05.1989 9 ObA 132/89
Veröff: RdW 1989,371 = JBl 1990,396 (Pfersmann) = SZ 62/101
- 9 ObA 85/92
Entscheidungstext OGH 13.05.1992 9 ObA 85/92
Vgl auch; Veröff: EvBl 1993/5 S 32 = SZ 65/74
- 7 Ob 545/92
Entscheidungstext OGH 25.06.1992 7 Ob 545/92
Veröff: SZ 65/95
- 4 Ob 24/92
Entscheidungstext OGH 29.09.1992 4 Ob 24/92
- 4 Ob 550/92
Entscheidungstext OGH 24.11.1992 4 Ob 550/92
- 1 Nd 5/95
Entscheidungstext OGH 20.02.1995 1 Nd 5/95
- 1 Ob 579/95
Entscheidungstext OGH 23.06.1995 1 Ob 579/95
Veröff: SZ 68/118
- 3 Ob 514/94
Entscheidungstext OGH 13.03.1996 3 Ob 514/94
- 8 Ob 2307/96i
Entscheidungstext OGH 19.12.1996 8 Ob 2307/96i
Auch; Beisatz: Der Wohnsitz des Beklagten im Inland zum Zeitpunkt der Klagseinbringung und der zu seinen Handen erfolgten Klagszustellung begründet jedenfalls eine sehr starke, die ausreichende Rechtsverteidigung nach Art 6 MRK ermöglichende Nahebeziehung, die durch eine nachträgliche Verlegung des Wohnsitzes des Beklagten nicht so entscheidend geschwächt wird, daß die inländische Gerichtsbarkeit nach völkerrechtlichen Regeln nicht mehr gegeben wäre (vgl SZ 68/118). (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0046272
Dokumentnummer
JJR_19890524_OGH0002_009OBA00132_8900000_001