Rechtssatz RS0046425
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0046425
Entscheidungsdatum
26.11.2025
Rechtssatz
Voraussetzung für die Zuständigkeit des HG ist, dass der Anspruch aus einem Handelsgeschäft abgeleitet wird und somit in einem sachlichen Zusammenhang mit der Gewerbetätigkeit steht und aus dem Handelsgeschäft selbst geltend gemacht wird.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 599/89
Entscheidungstext OGH 31.10.1989 2 Ob 599/89
- 6 Ob 568/91
Entscheidungstext OGH 20.06.1991 6 Ob 568/91
Auch; Veröff: SZ 64/82 = EvBl 1992/23 S 91
- 1 Ob 543/93
Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 543/93
Beisatz: Ein Ausspruch wird dann aus dem Handelsgeschäft selbst abgeleitet, wenn dieses den rechtserzeugenden Sachverhalt darstellt, auf welchen der Kläger den Anspruch stützt. Es genügt nicht, dass der eingeklagte Anspruch anlässlich der kaufmännischen Tätigkeit des Beklagten entstanden, sondern es ist das Hervorgehen des Anspruches, somit auch der Streitigkeit selbst, aus einem Handelsgeschäfte, erforderlich. (T1)
Veröff: RZ 1994/79 S 285
- 3 Ob 40/03h
Entscheidungstext OGH 26.03.2003 3 Ob 40/03h
- 7 Ob 159/04i
Entscheidungstext OGH 28.07.2004 7 Ob 159/04i
Beisatz: Eine eingetragene Erwerbsgesellschaft (EEG), die ein Minderhandelsgewerbe betreibt und somit Handelsgeschäfte abschließt, ist bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen vor dem Handelsgericht zu klagen. Ebenso die Gesellschafter einer minderkaufmännisch tätigen EEG. (T2)
Veröff: SZ 2004/115
- 2 Ob 67/08d
Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 67/08d
Auch; Beisatz: Hinsichtlich der in § 51 Abs 1 Z 1 JN idF HaRÄG normierten Voraussetzung für die Zuständigkeit der Handelsgerichte ist, dass der Anspruch aus einem unternehmensbezogenen Geschäft abgeleitet wird, ist insoweit keine Änderung zur früheren Rechtslage eingetreten, weshalb zur näheren Konkretisierung dieses Tatbestandserfordernisses auf die bisherige Rechtsprechung zurückgegriffen werden kann. (T3)
Veröff: SZ 2008/55
- 5 Ob 248/11y
Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 248/11y
Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Veröff: SZ 2012/3
- 9 Ob 84/18w
Entscheidungstext OGH 15.04.2019 9 Ob 84/18w
Beis wie T1; Beis wie T3
- 7 Ob 173/19w
Entscheidungstext OGH 27.11.2019 7 Ob 173/19w
Vgl; Beisatz: Bereicherungsansprüche aus der Rückabwicklung eines (wegen Fehlens einer Konzession zur Durchführung von Glücksspielen) nach § 879 Abs 1 ABGB nichtigen Geschäfts nach §§ 877, 1431 ABGB begründen mangels ausreichend engem Sachzusammenhang zu einem unternehmensbezogenen Rechtsgeschäft keine Streitigkeit im Sinne des § 51 Abs 1 Z 1 JN. (T4)
- 6 Ob 87/24y
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.03.2025 6 Ob 87/24y
Beisatz wie T1: Hier: Handelsgerichtliche Zuständigkeit bei behaupteter Unwirksamkeit von Klauseln nach § 879 Abs 3 ABGB und/oder § 6 Abs 3 KSchG in unternehmensbezogenen Geschäften. (T5)
- 3 Ob 149/25w
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.11.2025 3 Ob 149/25w
Beisatz wie T1
- 3 Ob 146/25d
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.11.2025 3 Ob 146/25d
Beisatz wie T1
- 10 Ob 55/25y
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.11.2025 10 Ob 55/25y
vgl; Beisatz: Hier: Ansprüche wegen Schutzgesetzverletzung (§ 1311 ABGB iVm § 122 Abs 1 GmbHG aF bzw § 163a StGB), wegen List (§ 874 ABGB) und wegen sittenwidriger Schädigung (§ 1295 Abs 2 ABGB). (T6); Beisatz wie T1
- 3 Ob 144/25k
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.11.2025 3 Ob 144/25k
vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T6
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0046425
Zuletzt aktualisiert am
27.03.2026
Dokumentnummer
JJR_19891031_OGH0002_0020OB00599_8900000_003