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Rechtssatz RS0047347×

Rechtssatz RS0047347

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0047347

Entscheidungsdatum

25.02.2025

Norm

ABGB §94
ABGB §140 Ae
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §231 Abs1
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §231 Abs3
EheG §68
Sbg SHG §44 Abs1

Rechtssatz

Bezieht der Unterhaltsgläubiger als Sozialhilfeempfänger Geldleistungen zum Lebensunterhalt, ist diese Sozialhilfeleistung zwar bei der Unterhaltsbemessung nicht zu berücksichtigen; im Umfang der sachlich und zeitlich kongruenten Sozialhilfeleistungen verliert der Unterhaltsgläubiger aber das Recht, Zahlung an sich zu fordern. Die Forderung wird erst nach einem Übergang auf den Sozialhilfeträger einforderbar. Bis zur Bewirkung der Legalzession ist im Unterhaltsbemessungsverfahren nur ein Feststellungsausspruch möglich.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 569/91
    Entscheidungstext OGH 20.06.1991 6 Ob 569/91
  • 6 Ob 629/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 629/95
  • 6 Ob 2127/96d
    Entscheidungstext OGH 07.11.1996 6 Ob 2127/96d
  • 8 Ob 126/03t
    Entscheidungstext OGH 23.01.2004 8 Ob 126/03t
    Vgl; Beisatz: oöSHG. (T1)
  • 9 Ob 23/04d
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 23/04d
    Vgl; Beisatz: Tiroler SHG. (T2)
  • 1 Ob 200/05a
    Entscheidungstext OGH 13.12.2005 1 Ob 200/05a
    Vgl auch
  • 1 Ob 231/10t
    Entscheidungstext OGH 26.01.2011 1 Ob 231/10t
    Vgl auch; Veröff: SZ 2011/8
  • 1 Ob 29/16w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 29/16w
    Vgl; Beisatz: Sieht das jeweilige Sozialhilfegesetz weder eine den Sozialhilfeempfänger treffende Rückzahlungsverpflichtung noch eine (aufgeschobene) Legalzession des Unterhaltsanspruchs vor, kann also die einmal gewährte Sozialhilfe nicht (mehr) „zurückgefordert“ werden, ist sie als anrechenbares Eigeneinkommen des Unterhaltsberechtigten anzusehen. (T3)
    Beisatz: Hier: Zum Kindesunterhalt ABGB idF KindNamRÄG 2013 § 231. (T4)
    Beisatz: Hier: Sozialleistungen nach dem Steiermärkischen Behindertengesetz ‑ StBHG (stmk BhG) bzw nach dem stmk Mindestsicherungsgesetz ‑ StMSG (stmk MSG). (T5)
  • 8 Ob 6/16i
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 8 Ob 6/16i
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Hauptleistungen nach dem Oö Chancengleichheitsgesetz (Oö ChG). (T6)
  • 8 Ob 137/15b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 8 Ob 137/15b
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 9 Ob 33/16t
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 Ob 33/16t
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 7/17h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 4 Ob 7/17h
    Auch
  • 9 Ob 21/17d
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 Ob 21/17d
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Mindestsicherung nach dem Tir MSG. (T7)
  • 3 Ob 155/17s
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 155/17s
    Beis wie T3
  • 3 Ob 201/20k
    Entscheidungstext OGH 20.05.2021 3 Ob 201/20k
    Vgl
  • 5 Ob 213/22t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 31.05.2023 5 Ob 213/22t
    vgl; Beisatz wie T3
  • 1 Ob 210/24z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.02.2025 1 Ob 210/24z
    Beisatz: Diese Rechtsprechung ist nicht anwendbar, wenn der Landesgesetzgeber keine "aufgeschobene Legalzession" vorsieht, sondern der Bezieher entweder verpflichtet ist, seine Unterhaltsansprüche - welche anschließend auf die öffentlich-rechtlichen Leistungen angerechnet werden - selbst geltend zu machen oder dem zuständigen Rechtsträger nach dessen Verlangen abzutreten. (T8)
    Beisatz: Hier: oö SOHAG (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0047347

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.03.2025

Dokumentnummer

JJR_19910620_OGH0002_0060OB00569_9100000_001