Rechtssatz RS0048997
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0048997
Entscheidungsdatum
23.10.2024
Norm
ABGB §273 Abs2 Satz1
ABGB idF SWRÄG 2006 §268 Abs2
Rechtssatz
Die Bestellung eines Sachwalters ist dann unzulässig, wenn der Betroffene sich der Hilfe anderer in rechtlich einwandfreier Weise bedienen kann, zum Beispiel durch Vollmachtserteilung, Genehmigung einer Geschäftsführung und dergleichen, was nur dann möglich ist, wenn er zumindest zeitweise nicht psychisch oder geistig behindert ist.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 542/86
Entscheidungstext OGH 17.03.1986 1 Ob 542/86
- 1 Ob 584/88
Entscheidungstext OGH 28.06.1988 1 Ob 584/88
nur: Die Bestellung eines Sachwalters ist dann unzulässig, wenn der Betroffene sich der Hilfe anderer in rechtlich einwandfreier Weise bedienen kann. (T1)
- 7 Ob 598/91
Entscheidungstext OGH 26.09.1991 7 Ob 598/91
nur T1; Veröff: EvBl 1992/12 S 55
- 8 Ob 503/93
Entscheidungstext OGH 04.02.1993 8 Ob 503/93
nur: Die Bestellung eines Sachwalters ist dann unzulässig, wenn der Betroffene sich der Hilfe anderer in rechtlich einwandfreier Weise bedienen kann, zum Beispiel durch Vollmachtserteilung. (T2)
- 10 Ob 1519/96
Entscheidungstext OGH 30.07.1996 10 Ob 1519/96
nur T2
- 3 Ob 9/97p
Entscheidungstext OGH 26.03.1997 3 Ob 9/97p
nur T2
- 2 Ob 15/97p
Entscheidungstext OGH 30.01.1997 2 Ob 15/97p
nur T1
- 6 Ob 196/97k
Entscheidungstext OGH 19.06.1997 6 Ob 196/97k
nur T1
- 10 Ob 63/05w
Entscheidungstext OGH 28.06.2005 10 Ob 63/05w
Auch
- 3 Ob 208/06v
Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 208/06v
Beisatz: Im Lichte der mit dem noch nicht in Kraft getretenen Sachwalterrechts-Änderungsgesetz 2006 verfolgten Absicht des Gesetzgebers, dem Ansteigen der Sachwalterschaften entgegenzuwirken, das Subsidiaritätsprinzip stärker zu betonen und hiefür das Institut einer Vorsorgevollmacht an eine Person des Vertrauens als künftiger Vertreter des Betroffenen zu schaffen ist § 273 Abs 2 ABGB jedenfalls nicht restriktiv dahin auszulegen, dass schon jede fehlende Fähigkeit eines Betroffenen, die Eignung eines Bevollmächtigten in fachlicher und charakterlicher Hinsicht verlässlich feststellen zu können, zwingend die Zulässigkeit einer Sachwalterbestellung auslöst. (T3)
- 3 Ob 107/08v
Entscheidungstext OGH 11.06.2008 3 Ob 107/08v
Auch
- 1 Ob 146/08i
Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 146/08i
nur T1
- 3 Ob 154/08f
Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 154/08f
Auch; nur T2; Beisatz: Für eine Anerkennung der Bevollmächtigung als „andere Hilfe" im Sinn des § 268 ABGB muss auch feststehen, dass der Bevollmächtigte die im Bevollmächtigungsvertrag genannten Aufgaben auch auftragsgemäß übernommen hat. (T4)
- 3 Ob 146/10g
Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 146/10g
Beis wie T3
- 3 Ob 209/10x
Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 209/10x
nur: Die Bestellung eines Sachwalters ist dann unzulässig, wenn der Betroffene sich der Hilfe anderer in rechtlich einwandfreier Weise bedienen kann, zum Beispiel durch Vollmachtserteilung, Genehmigung einer Geschäftsführung. (T5)
- 7 Ob 98/12f
Entscheidungstext OGH 28.06.2012 7 Ob 98/12f
Beisatz: Hier: „schlichte“ Vollmacht. (T6)
- 5 Ob 160/13k
Entscheidungstext OGH 20.09.2013 5 Ob 160/13k
nur T5
- 1 Ob 119/15d
Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 119/15d
nur T5; Beisatz: Allein der Hinweis, dass sich eine betroffene Person einer anwaltlichen Vertretung bedienen kann, macht eine Sachwalterschaftsbestellung aber nicht entbehrlich. (T7)
- 10 Ob 76/19b
Entscheidungstext OGH 19.11.2019 10 Ob 76/19b
Beisatz: Hier: Auch der bloße Hinweis auf eine mögliche Vertretung durch nahe Angehörige schließt im konkreten Einzelfall die Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters nicht zwingend aus. (T8)
- 7 Ob 79/24d
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.10.2024 7 Ob 79/24d
Beisatz wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0048997
Zuletzt aktualisiert am
14.01.2025
Dokumentnummer
JJR_19860317_OGH0002_0010OB00542_8600000_002