Rechtssatz RS0049814
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0049814
Entscheidungsdatum
24.06.2020
Rechtssatz
Aus einer unrichtigen Rechtsbelehrung durch einen Richter können Amtshaftungsansprüche abgeleitet werden; eine Haftung der Republik Österreich hat jedoch nur einzutreten, wenn die Rechtsbelehrung in Unkenntnis der Gesetze bzw einhelliger Lehre und Rechtsprechung unrichtig erfolgte; eine vertretbare Auffassung stellt auch kein leichtes Verschulden bzw Versehen dar.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 12/80
Entscheidungstext OGH 27.05.1980 1 Ob 12/80
Veröff: SZ 53/83 = EvBl 1980/216 S 660
- 1 Ob 24/81
Entscheidungstext OGH 02.06.1982 1 Ob 24/81
Vgl; Veröff: SZ 55/81 = JBl 1983,326
- 1 Ob 154/98y
Entscheidungstext OGH 25.08.1998 1 Ob 154/98y
nur: Aus einer unrichtigen Rechtsbelehrung durch einen Richter können Amtshaftungsansprüche abgeleitet werden. (T1)
Beisatz: Soweit die Rechtsbelehrung unvertretbar ist. (T2)
Veröff: SZ 71/139
- 1 Ob 322/98d
Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 322/98d
nur T1; Beis wie T2
- 1 Ob 46/00x
Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 46/00x
nur T1; Beis wie T2
- 1 Ob 213/09v
Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 213/09v
nur T1; Beis wie T2
- 1 Ob 105/15w
Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 105/15w
Beisatz: Hier: Keine zu korrigierende grobe Verkennung der Rechtslage, weil bis zum Zeitpunkt der argumentierbaren anderslautenden Rechtsansicht der zuständigen Beamtin höchstgerichtliche Rechtsprechung zu dieser Frage nicht vorlag. (T3)
- 1 Ob 239/17d
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 239/17d
Ähnlich
- 1 Ob 14/18t
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 14/18t
Ähnlich
- 1 Ob 97/20a
Entscheidungstext OGH 24.06.2020 1 Ob 97/20a
Auch; Beis wie T3
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0049814
Zuletzt aktualisiert am
24.11.2023
Dokumentnummer
JJR_19800527_OGH0002_0010OB00012_8000000_002