Rechtssatz RS0058747
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0058747
Entscheidungsdatum
15.03.2021
Norm
FamLAG §11 Abs2
FamLAG §12 Abs2
FamLAG §12a
Rechtssatz
Die Familienbeihilfe soll die Pflege und Erziehung des Kindes als Zuschuss erleichtern sowie die mit dessen Betreuung verbundenen Mehrbelastungen - zumindest zum Teil - ausgleichen. Sie ist als Sozialbeihilfe des öffentlichen Rechts eine besondere Form der Drittzuwendung. Der Staat verfolgt mit ihr einen doppelten Zweck: Den Mindestunterhalt des Kindes zu gewährleisten und gleichzeitig die Eltern von ihrer Unterhaltspflicht zu entlasten ("Familienlastenausgleich").
Entscheidungstexte
- 1 Ob 565/91
Entscheidungstext OGH 10.07.1991 1 Ob 565/91
Veröff: RZ 1992/69 S 208
- 2 Ob 2/94
Entscheidungstext OGH 24.11.1994 2 Ob 2/94
- 1 Ob 76/99d
Entscheidungstext OGH 23.11.1999 1 Ob 76/99d
Auch
- 6 Ob 89/01h
Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 89/01h
Auch; nur: Die Familienbeihilfe soll die Pflege und Erziehung des Kindes als Zuschuss erleichtern sowie die mit dessen Betreuung verbundenen Mehrbelastungen - zumindest zum Teil - ausgleichen. Der Staat verfolgt mit ihr einen doppelten Zweck: Den Mindestunterhalt des Kindes zu gewährleisten und gleichzeitig die Eltern von ihrer Unterhaltspflicht zu entlasten. (T1)
- 5 Ob 36/02h
Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 36/02h
- 1 Ob 79/02b
Entscheidungstext OGH 26.11.2002 1 Ob 79/02b
nur: Die Familienbeihilfe soll die Pflege und Erziehung des Kindes als Zuschuss erleichtern sowie die mit dessen Betreuung verbundenen Mehrbelastungen - zumindest zum Teil - ausgleichen. (T2)
Beisatz: Soweit der Gesetzgeber die steuerliche Mehrbelastung eines Unterhaltspflichtigen durch (erhöhte) Transferleistungen kompensierte, nahm er damit in Kauf, dass diese Transferleistungen in bestimmten Situationen und in unterschiedlicher Höhe nicht (nur) für die Abgeltung der Betreuungsleistungen bestimmt, sondern zum Teil auch Messgrößen für die steuerliche Entlastung des Unterhaltspflichtigen sind. (T3)
- 7 Ob 175/02i
Entscheidungstext OGH 27.11.2002 7 Ob 175/02i
Auch; Beisatz: Zu den beiden in ständiger Rechtsprechung betonten, dem Familienlastenausgleich dienenden Aspekten der Familienbeihilfe, Kindern einkommensschwacher Unterhaltspflichtiger einen gewissen Mindestunterhalt zu garantieren und die mit der Betreuung verbundenen Mehrbelastungen zumindest zu Teil auszugleichen, tritt die weitere Funktion, für die notwendige steuerliche Entlastung des Geldunterhaltspflichtigen zu sorgen (Rechtslage nach Aufhebung der Wortfolge "und mindert nicht dessen Unterhaltsanspruch" in § 12a FamLAG durch den Verfassungsgerichtshof). (T4)
- 7 Ob 174/02t
Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 174/02t
Auch; Beis wie T4
- 7 Ob 167/02p
Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 167/02p
Auch; Beis wie T4
- 1 Ob 186/02p
Entscheidungstext OGH 26.11.2002 1 Ob 186/02p
nur T2; Beis wie T3
- 8 Ob 50/10a
Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 50/10a
Auch; nur T1
- 4 Ob 46/13p
Entscheidungstext OGH 17.04.2013 4 Ob 46/13p
Auch; Beisatz: Hier: Berücksichtigung der Familienbeihilfe beim Ersatzanspruch des Scheinvaters nach § 1042 ABGB. (T5)
- 6 Ob 145/13m
Entscheidungstext OGH 28.08.2013 6 Ob 145/13m
Auch
- 4 Ob 7/17h
Entscheidungstext OGH 21.02.2017 4 Ob 7/17h
- 1 Ob 203/18m
Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 203/18m
Auch
- 4 Ob 24/21i
Entscheidungstext OGH 15.03.2021 4 Ob 24/21i
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0058747
Zuletzt aktualisiert am
26.05.2021
Dokumentnummer
JJR_19910710_OGH0002_0010OB00565_9100000_002