Rechtssatz RS0080096
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0080096
Entscheidungsdatum
17.12.2019
Rechtssatz
Die Pflicht des Gerichts zur Erteilung von Verbesserungsaufträgen ist ein wesentlicher Teil der Anleitungs- und Belehrungspflicht im Rahmen der materiellen Prozessleitungspflicht eines Richters. Die Verbesserungspflicht besteht unter anderem bei Formgebrechen, zu welchen auch der Mangel einer Anwaltsunterschrift in Prozessen mit Anwaltspflicht gehört.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 589/95
Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 589/95
- 7 Ob 90/05v
Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 90/05v
Auch
- 5 Ob 143/08b
Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 143/08b
Vgl auch; Beisatz: Unterlässt das Gericht einen nach § 10 Abs 4 AußStrG gebotenen Verbesserungsauftrag, begründet dies die Mangelhaftigkeit des Verfahrens. (T1)
- 1 Ob 18/09t
Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 18/09t
Auch; nur: Die Pflicht des Gerichts zur Erteilung von Verbesserungsaufträgen ist ein wesentlicher Teil der Anleitungs- und Belehrungspflicht im Rahmen der materiellen Prozessleitungspflicht eines Richters. (T2)
- 2 Ob 9/10b
Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 9/10b
nur T2
- 2 Ob 174/19f
Entscheidungstext OGH 17.12.2019 2 Ob 174/19f
Vgl; Beisatz: Aus dieser Pflicht ergibt sich auch das Verbot einer Überraschungsentscheidung. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080096
Zuletzt aktualisiert am
24.02.2020
Dokumentnummer
JJR_19950727_OGH0002_0010OB00589_9500000_002